Mountainbikes im Test

Testbericht: Müsing Petrol 7 (Baukasten) (Modelljahr 2015)

MountainBIKE Müsing Petrol 7
Foto: Benjamin Hahn
Viel Downhill-Potenz, herausragende Ausstattung und ein robuster Rahmen empfehlen das Müsing Petrol 7 selbst für Einsätze im Bike-Park. Allerdings fehlt dem 170-mm-Enduro etwas die Spritzig- und Wendigkeit.
Zu den getesteten Produkten

Was uns gefällt

  • Starke Ausstattung
  • Handling laufruhig, aber ...

Was uns nicht gefällt

  • ... etwas träge, indirekt
  • Hinterbau rauscht durch

MOUNTAINBIKE Logo Testurteil

Testurteil gut

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Bei Müsing fühlt sich der Kunde wie ein Profi: Individuell kann er sich (gegen entsprechenden Aufpreis) sein Rad selbst zusammenstellen, von der Farbe bis zur Ausstattung gibt es eine breite Auswahl.

Am von Müsing konfigurierten Testbike,dem Müsing Petrol 7, funkelt für 5000 Euro allerfeinste Ware: komplette XX1-Schaltung, Sram-Vierkolbenbremse mit großen Rotoren, Mavic-Systemlaufräder etc. Die noblen Parts sorgen zudem dafür, dass das Müsing Petrol 7 trotz schwerem, aber robustem Alu-Rahmen auf ein genehmes Gesamtgewicht kommt.

Auch die Fox-Factory-Federelemente sind von höchster Qualität, das 170-mm-Fahrwerk verspricht mächtig Bergabspaß. Und Tatsache: Selbst Bikepark-Fans kommen auf ihre Kosten; im Downhill gefällt das Handling mit hoher Laufruhe dank längerer Kettenstreben und flachem Lenkwinkel.

 

MountainBIKE Müsing Petrol 7 Bremse Druckpunkteinstellung
Foto: Benjamin Hahn Am „Hersteller-gepimpten“ Müsing Petrol 7 verzögert die Guide RSC von Sram. Im Gegensatz zu den oft verbauten Modellen RS und R besitzt die teure RSC eine Druckpunkteinstellung – Individualität, die den Testern gefiel.

Es fehlt allerdings an Wendigkeit, das Müsing Petrol 7 wirkt trotz des kompakten Hauptrahmens wenig drehfreudig, etwas indirekt durch die hohe Front. Auf der anderen Seite würde ein längerer Reach die Kontrolle generell verbessern.

Tester-Tadel gab es auch am viergelenkigen Hinterbau, der sensibel ist, aber zum Durchrauschen neigt – im Gegensatz zur standfesten Federgabel.

Nervig: Dem Mavic-Crossmax-Quest-Reifen mangelt es an Pannenschutz, die Tester fuhren ihn ständig platt.

Technische Daten des Test: Müsing Petrol 7

Modelljahr: 2015
Preis: 4890 Euro
Gewicht: 13,3 kg
Rahmengewicht: 3710 g
Federgabel (Gewicht): 2004 g
Vertriebsweg: Fachhandel
Verfügbare Rahmenhöhen: S, M, L
Getestete Rahmenhöhe: M
Rahmenmaterial: Aluminium
Federgabel: Fox 36 Float RC2 Factory
Federweg: 170 mm
Federbein: Fox Float X CTD Factory
Federweg: 170 mm
Schaltwerk: Sram XX1
Schalthebel: Sram XX1 (1 x 11)
Kurbel: Sram XX1
Umwerfer: -
Bremse: Sram Guide RSC
Bremsen-Disc vorne: 200 mm
Bremsen-Disc hinten: 180 mm
Sattelstütze: Rock Shox Reverb Stealth (Vario)
Laufräder: Mavic Crossmax XL
Laufradgröße: 27,5 ''
Reifen: Mavic Crossmax Quest 2,4""

Fazit:

Viel Downhill-Potenz, herausragende Ausstattung und ein robuster Rahmen empfehlen das Müsing Petrol 7 selbst für Einsätze im Bike-Park. Allerdings fehlt dem 170-mm-Enduro etwas die Spritzig- und Wendigkeit.

Müsing Petrol 7 (Baukasten) (Modelljahr 2015) im Vergleichstest

Test: 12 Top-Enduros um 5.000 Euro Foto: Manfred Stromberg

Test: 12 Top-Enduros um 5.000 Euro

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Müsing Petrol 7 (Baukasten) (Modelljahr 2015) im Vergleich mit anderen Produkten

06.07.2015
Autor: Max Hilger
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe /2015