Mountainbikes im Test

Testbericht: Morewood Sukuma (Modelljahr 2013)

MountainBIKE Morewood Sukuma
Foto: Dennis Stratmann
Dank des hungrigen Fahrwerks und der bergabfreudigen Geometrie zaubert das Morewood Sukuma dem Abfahrer ein fettes Grinsen ins Gesucht. Auf langen Uphills störte im Test die hecklastige Sitzposition.

Was uns gefällt

  • Ausgewogenes Handling
  • Hungriges Fahrwerk

Was uns nicht gefällt

  • Sitzposition hecklastig
  • Ausstattung nicht optimal

Makulu, Jabula und Sukuma – die Modellnamen von Morewood lassen die exotische Herkunft erahnen. Gegründet vom Südafrikaner Patrick Morewood, brachte es die kleine Schmiede vor allem mit Gravity-Bikes zu beachtlichem Ruhm. Mittlerweile wurde das Unternehmen verkauft, dennoch steht eine Vielzahl neuer Modelle parat – wie das Allmountain- und Trail-Bike Morewood Sukuma.

Diesem verpasste Hinterbau-Guru Dave Weagle (Erfinder des „DW-Link“) eine neu entwickelte „Split-Pivot“-Kinematik: Der hintere Drehpunkt liegt wie bei Trek auf Höhe der Hinterradachse. Mit Fox-Dämpfer liefert das System am Morewood Sukuma Allmountain-typische 150 mm Federweg, an der Front arbeitet eine absenkbare Fox-Talas-Gabel mit 150 mm Hub. Die weitere Ausstattung fällt für 4000 Euro nicht überragend aus. So sollte bei dem Preis eine Vario-Sattelstütze inklusive sein.

Also, Sattel auf Sitzhöhe einstellen und los geht‘s: Sofort gefällt das im Sitzen antriebsneutrale Heck, im Wiegetritt weist es auf kleinem und mittlerem Kettenblatt aber leichten Pedalrückschlag auf. Zudem tritt der Pilot durch den relativ flachen Sitzwinkel wenig effizient „von hinten“. In der Summe geht‘s so trotz leichter Reifen eher gemächlich gen Gipfel.

Kurzer Stopp, Sattelstütze absenken, und der Downhill kann kommen: Hier entfaltet das Afrika-Allmountain sein volles Potenzial und prescht mit bergablastiger Geometrie gen Tal. Der flache Lenkwinkel sorgt selbst bei Highspeed für viel Laufruhe, aber auch in engen Kurven brilliert das Morewood Sukuma und lässt sich dank perfektem Cockpit exakt dirigieren. Auch das Split-Pivot-Fahrwerk punktet in unserem MTB-Test, werkelt besonders feinfühlig und mit Reserven für grobe Action. Nur der leichte Touren-Reifen Schwalbe Nobby Nic limitiert die Talfahrt durch fehlenden Grip und Durchschlagschutz, besser wäre der ­„dickere“ Hans Dampf.

Technische Daten des Test: Morewood Sukuma

Modelljahr: 2013
Preis: 3999 Euro
Gewicht: 12,6 kg
Vertriebsweg: Fachhandel
Rahmenhöhen: S/M/L/XL
Getestete Rahmenhöhe: L
Rahmenmaterial: Carbon
Lenkwinkel: 66 °
Sitzwinkel: 72,5 °
Sitzrohr: 497 mm
Oberrohr: 615 mm
Steuerrohr: 132 mm
Radstand: 1159 mm
Tretlagerhöhe: 345 mm
Federgabel: Fox 34 Talas FIT RLC
Federweg: 150 mm
Federbein: Fox Float RP23
Federweg: 150 mm
Schaltwerk: Sram X0
Schalthebel: Sram X9 (3 x 10)
Kurbel: Sram S2210 Carbon
Umwerfer: Shimano XT
Bremse: Formula R1
Bremsen-Disc vorne: 180 mm
Bremsen-Disc hinten: 180 mm
Laufräder: DT Swiss Tricon E 1700
Laufradgröße: 26 ''
Reifen: Schwalbe Nobby Nic Evo 2,35

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Fazit:

Dank des hungrigen Fahrwerks und der bergabfreudigen Geometrie zaubert das Morewood Sukuma dem Abfahrer ein fettes Grinsen ins Gesicht. Auf langen Uphills störte in unserem Mountainbike-Test die hecklastige Sitzposition.

06.05.2013