Mountainbikes im Test

Testbericht: Mondraker Tracker RR (Modelljahr 2012)

Mondraker Tracker RR
Foto: Benjamin Hahn
Bergauf bremst sein hohes Gewicht das frontlastige Tracker RR. Bergab wuselt es flink um Kehren. Der Hinterbau überzeugt nicht.
Zu den getesteten Produkten

Was uns gefällt

  • Sportliche Sitzposition
  • Präzises Handling

Was uns nicht gefällt

  • Schwere Ausstattung
  • Hinterbau leblos

MOUNTAINBIKE Logo Testurteil

Testurteil gut

Die Spanier stellen das schwerste Rad im Test – satte 13,4 Kilo zeigt die MB-Waage. Allein die hauseigenen Laufräder wiegen über ein Kilo mehr als etwa die im leichtfüßigen Rose.

Spürbar träge walzt das Tracker in die Auffahrt. Körner sparen hingegen die frontlastige Sitzposition und der antriebsneutrale Hinterbau. Das Vorderrad bleibt im Anstieg schön am Boden und folgt artig jedem Lenkeinschlag. Auf dem Trail wird das Tracker dann zum Wiesel, wendig und aggressiv zieht es durch Kurven. In schnellen Abfahrten sorgen die ausgewogene Geometrie und das gelungene Cockpit für hohen Fahrspaß, in ruppigen Passagen benötigt das Mondraker jedoch wegen der tiefen Front einen erfahrenen Piloten – besser sämtliche Spacer unter den Vorbau packen. Größeres Manko: Der Hinterbau bleibt im Groben leblos, wirkt überdämpft und kann mit der Front nicht mithalten. Auch feine Schläge filtert er träge weg. Tipp: Das Gabel-Setup etwas straffer wählen, so kommt mehr Harmonie ins Fahrwerk.

Technische Daten des Test: Mondraker Tracker RR

Modelljahr: 2012
Preis: 1950 Euro
Gewicht: 13,4 kg
Rahmengewicht: 3060 g
Federgabel (Gewicht): 1627 g
Vertriebsweg: Fachhandel
Rahmenhöhen: S/M/L/XL
Getestete Rahmenhöhe: L
Rahmenmaterial: Aluminium
Lenkwinkel: 68,5
Sitzwinkel: 75
Sitzrohr: 478 mm
Oberrohr: 609 mm
Steuerrohr: 120 mm
Radstand: 1147 mm
Tretlagerhöhe: 342 mm
Federgabel: Fox 32 Float RL
Federweg: 120 mm
Federbein: Fox Float RL
Federweg: 120 mm
Schaltwerk: Sram X9
Schalthebel: Sram X5 (3 x 10)
Kurbel: Sram GXP
Umwerfer: Shimano SLX
Bremse: Avid Elixir 1
Bremsen-Disc vorne: 180 mm
Bremsen-Disc hinten: 160 mm
Laufräder: OnOff Trail LRS
Reifen: Kenda Kadre 2,1"

Fazit:

Bergauf bremst sein hohes Gewicht das frontlastige Tracker RR. Bergab wuselt es flink um Kehren. Der Hinterbau überzeugt nicht.

Mondraker Tracker RR (Modelljahr 2012) im Vergleichstest


Mondraker Tracker RR (Modelljahr 2012) im Vergleich mit anderen Produkten

29.05.2012
Autor: Chris Pauls
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe /2012