Mountainbikes im Test

Testbericht: Mondraker Dune R (Modelljahr 2011)

Mondraker Dune R
Foto: Benjamin Hahn
Dank eigenwilliger Geometrie avanciert das Dune R zum Kletterspezialisten. Für echtes Enduro-Vergnügen fehlen die Reserven.
Zu den getesteten Produkten

Was uns gefällt

  • Effizienter Kletterer
  • Leichter Rahmen

Was uns nicht gefällt

  • Nervöses Handling
  • Wenig Reserven hinten

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Testurteil gut

Die spanische Marke Mondraker knackt mit ihrem Rahmen nicht nur die 3-Kilo-Grenze, sondern setzt sich auch durch eine eigenwillige Geometrie vom restlichen Testfeld ab. Der sehr steile Sitzwinkel positioniert den Fahrer weit nach vorne, das superkurze Steuerrohr sorgt für eine tiefe Front – ideale Bedingungen für steile Uphill-Passagen. Zudem gibt der Hinterbau mit spürbarer Plattform keinen Millimeter nach, was zumindest bei glattem Untergrund Vorteile bringt.

Der eher steile Lenkwinkel bringt zwar Wendigkeit, sorgt aber für ein eher nervöses Handling, was sich vor allem bei schnelleren Abfahrten negativ bemerkbar macht. Zudem spricht der Hinterbau sehr unsensibel an, verbraucht dennoch bei kleineren Schlägen bereits den kompletten Federweg. In anspruchsvollem Gelände fehlt es dem Dune deshalb deutlich an Reserven. Das Testbike wurde mit einer 2010er Fox-Talas-Gabel ausgeliefert, in Serie sorgt die neue Fox 36 Float R für Komfort.

Technische Daten des Test: Mondraker Dune R

Modelljahr: 2011
Preis: 3299 Euro
Gewicht: 13,9 kg
Rahmengewicht: * 2940 g
Federgabel (Gewicht): ** 2310 g
Vertriebsweg: Fachhandel
Rahmenhöhen: 42, 46,5, 51 cm
Getestete Rahmenhöhe: 42 cm
Rahmenmaterial: Aluminium
Lenkwinkel: 67 °
Sitzwinkel: 75 °
Sitzrohr: 425 mm
Oberrohr: 578 mm
Steuerrohr: 108 mm
Radstand: 1134 mm
Tretlagerhöhe: 351 mm
Federgabel: Fox 36 Float 160 R
Federweg getestet: 160 mm
Federbein: Fox Float R
Federweg getestet: 160 mm
Schaltwerk: Sram X.9
Schalthebel: Sram X.7
Kurbel: Sram X.9
Umwerfer: Shimano SLX
Bremse: Formula RX
Bremsen-Disc vorne: 180 mm
Bremsen-Disc hinten: 180 mm
Laufräder: OnOff/DT Swiss X430
Reifen: WTB Weirwolf 2,3“

* Rahmen mit Dämpfer ** Gewicht nicht mit Seriengabel gemessen


Fazit:

Dank eigenwilliger Geometrie avanciert das Dune R zum Kletterspezialisten. Für echtes Enduro-Vergnügen fehlen die Reserven.

Mondraker Dune R (Modelljahr 2011) im Vergleichstest


Mondraker Dune R (Modelljahr 2011) im Vergleich mit anderen Produkten

26.07.2011
Autor: Rainer Sebal
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe /2011