Mountainbikes im Test

Testbericht: Merida One-Twenty 900 (Modelljahr 2016)

MountainBIKE Merida One-Twenty 900
Foto: Drake Images
Mit angenehmem „Spritz“, drehfreudig, progressiv in Sachen Handling und Fahrwerk – das Merida One-Twenty 900 hat viel Charakter, ist perfekt für einen aktiven Fahrstil. Für Komfortsuchende eher nicht das Ideal-Bike.
Zu den getesteten Produkten

Was uns gefällt

  • Recht spritzig und flott
  • Tolles, agiles Trail-Handling
  • Preis-Leistung sehr gut

Was uns nicht gefällt

  • Liegt etwas weniger satt

MOUNTAINBIKE Logo Testurteil

Testurteil sehr gut

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Was hätten’s denn gerne? Das kleine Verspielte oder das große Sichere? Wie Centurion, Cube, Drössiger und Stevens bietet Merida sein Tourenfully wahlweise als 27,5"- oder 29"-Version an.

„In jeder Tour- und Trail-Lage eine ausgezeichnete Figur“, bescheinigten wir dem 27,5er in Ausgabe 1/16. Dem will das Merida One-Twenty 900 nicht nachstehen, die Geometrie wirkt ebenfalls modern, ausgewogen. Entsprechend kommod, trotz tiefer Front nicht zu gestreckt sitzt es sich auf dem Merida One-Twenty 900.

Frisch und fröhlich setzt das Merida One-Twenty 900 auch sogleich zum Trail-Tanz an, das äußerst wendige, wuselige Handling ist ein Twentyniner-Gedicht – auch wenn andere Bikes satter liegen.

 

MountainBIKE Merida One-Twenty 900 Kurbelblatt
Foto: André Schmidt Wie an fast allen Testbikes schalten 2 x 11 Gänge am Merida One-Twenty 900. Jedoch mit kleinen Kurbelblättern: 34 und 24 Zähnen (statt 36/26). Tourer erfreut der kleine Berggang mehr, als der fehlende „Punch“ in der Ebene stört.

Das liegt an der nicht ganz auf Niveau einer Pike „staubsaugenden“ Revelation-Federgabel und den hohen Rückstellkräften der Hinterradfederung. Die hat viel „Pop“, betört mehr den aktiv fahrenden Trail-Artisten als den Komfort-Tourer.

Geht’s empor, bleibt das Heck im Sitzen antriebsneutral, im Wiegetritt pumpt es stärker – so oder so klettert das Merida One-Twenty 900 eifrig, fühlt sich trotz höheren Gewichts durchaus spritzig an.

In Sachen Ausstattung gefällt das Merida One-Twenty 900 mit kompletter Shimano-XT-Gruppe sowie im Detail: breite Felgen, bergfreundliche Übersetzung. Die fehlende Vario-Sattelstütze kostet Punkte, jedoch ist der Preis günstig.

Technische Daten des Test: Merida One-Twenty 900

Modelljahr: 2016
Preis: 2849 Euro
Gewicht: 13,3 kg
Rahmengewicht: 3140 g
Federgabel (Gewicht): 1843 g
Vertriebsweg: Fachhandel
Verfügbare Rahmenhöhen: M, L, XL
Getestete Rahmenhöhe: M
Rahmenmaterial: Aluminium
Federgabel: Rock Shox Revelation RL
Federweg getestet: 130 mm
Federbein: Rock Shox Monarch RL Deb.
Federweg getestet: 125 mm
Schaltwerk: Shimano XT
Schalthebel: Shimano XT (2 x 11)
Kurbel: Shimano XT
Umwerfer: Shimano XT
Bremse: Shimano XT
Bremsen-Disc vorne: 180 mm
Bremsen-Disc hinten: 180 mm
Sattelstütze: PRC Double Carbon
Laufräder: Shimano XT/Sun Ringlé Helix
Laufradgröße: 29 ''
Reifen: Schwalbe Nobby Nic TLE 2,25"
Testurteil: Sehr gut (205 Punkte)

Fazit:

Mit angenehmem „Spritz“, drehfreudig, progressiv in Sachen Handling und Fahrwerk – das Merida One-Twenty 900 hat viel Charakter, ist perfekt für einen aktiven Fahrstil. Für Komfortsuchende eher nicht das Ideal-Bike.

Merida One-Twenty 900 (Modelljahr 2016) im Vergleichstest

Test: 8 Touren-/All-Mountain-Fullys Foto: Dennis Stratmann

Test: 8 Touren-/All-Mountain-Fullys

Wir haben 8 Fullys für den Touren- und All-Mountain-Einsatz getestet. Alle Bikes kommen mit Laufrädern in 29 Zoll, die Preise liegen zwischen 2.600 und gut 3.000 Euro.


Merida One-Twenty 900 (Modelljahr 2016) im Vergleich mit anderen Produkten

19.04.2016
Autor: André Schmidt
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe /2016