Mountainbikes im Test

Testbericht: Marin Mount Vision 9 2016 (Modelljahr 2016)

MountainBIKE Marin Mount Vision 9 2016
Foto: Daniel Geiger
Nach einer Kunstpause ist Marin wieder mit voller Kraft zurück – das zeigt das neue Marin Mount Vision 9 2016 mit feinstem Design, agil-spielerischem Handling und loderndem Feuer im Trail-Tanz.
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Testurteil sehr gut

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Wer Marin im Namen trägt, hat (MTB-)Geschichte geschrieben. Denn im kalifornischen Marin County kam das Mountainbike zur Welt. Genauer gesagt: Hier erhebt sich der legendäre Grashügel Mount Tamalpais und mit ihm die „Repack“-Strecke, auf der die „Clunker-Clique“ um Gary Fisher und Joe Breeze ihre ersten Downhill-Rennen ausrichtete.

In diesem Umfeld gründete Bob Buckley 1986 auch die Marke Marin. Sein genialer Marketing-Coup: Die Marke selbst und alle Modelle tragen die Namen faszinierender Trails und Orte des kalifornischen Mountainbike-Mekkas. Wie fast alle Marken der Gründerzeit erlebte jedoch auch Marin „wechselvolle“ Jahre mit technischen Meilensteinen hier und Pleiten, Pech sowie Besitzerwechsel dort.

 

MountainBIKE Marin Mount Vision 9 2016 Rahmenschutz
Foto: Daniel Geiger Marin lässt dem Kunden die Wahl: Am Rahmen befindet sich die Vorrichtung für die Zugverlegung außen. Der Rahmenschutz kann einfach abgenommen werden, um die Züge darunter zu führen.

Vergessen, im kommenden Jahr feiern die US-Amerikaner 30-jähriges Jubiläum – und geben Gas wie nie. Mit der 2016er Version des Mount Vision, dem Marin Mount Vision 9 2016, machen sich die Kalifornier selbst ein Geschenk: Der bocksteife Carbon-Bolide gefällt durch klare Linienführung und eigenständiges Design.

Für eine verbesserte Fahrwerks-Performance setzt Marin auf seine neue „Isotrac“-Technik: Flexende Sitzstreben statt eines hinteren Drehgelenks in Sitz-/Kettenstrebe sollen das System leicht und simpel halten. Die Züge verlegt Marin innen, der Kunde kann die Kabel dank entsprechender Vorrichtungen aber auch außen führen. Ganz in der Tradition der US-Trail-Bikes stehen dem Marin Mount Vision 9 2016 140 mm Federweg vorne wie hinten zur Verfügung.

Die Kalifornier haben aber auch die Bedürfnisse des deutschen Markts erkannt, verbauen vorne/hinten 180-mm-Bremsscheiben – statt der in Amerika üblichen 160-mm-Winzlinge. Je nach Beinlänge wäre jedoch eine Vario-Stütze mit mehr als 100 mm Hub wünschenswert.

 

MountainBIKE Marin Mount Vision 9 2016 Paddle-Remote-Hebel
Foto: Daniel Geiger Der Paddle-Remote-Hebel zur Kind-Shock-Variostütze gefällt sofort: Er nutzt elegant das Fehlen des zweiten Schalthebels (bei 1 x 11 Gängen) aus und zeigt eine ergonomisch ideale Formgebung.

Im Gelände hinterlässt das Marin Mount Vision 9 2016 einen kompakten und wunderbar verspielten Eindruck. Die Agilität (steiler Lenkwinkel) des Marin Mount Vision 9 2016 ist von der ersten Kurve an spürbar. Das Marin Mount Vision 9 2016 bewegt sich zwar an der Grenze zur Nervosität, Trail-Tänzer werden den spielerischen Spaß aber lieben.

Hinzu kommt dieser wunderbar flinke Charakter. Leichtfüßig springt das Marin Mount Vision 9 2016 über Hindernisse, nur bei heftigen Kompressionen rauscht der Hinterbau durch. Und bergauf? Da gefällt die Geometrie mit steilem Sitzwinkel und tiefer Front. Im Wiegetritt stört jedoch etwas der wippige Hinterbau – kleiner Punktabzug.

Technische Daten des Test: Marin Mount Vision 9 2016

Modelljahr: 2015
Preis: 5499 Euro
Gewicht: 12,9 kg
Rahmengewicht: 3010 g
Federgabel (Gewicht): 1866 g
Vertriebsweg: Fachhandel
Verfügbare Rahmenhöhen: S, M, L, XL
Getestete Rahmenhöhe: M
Rahmenmaterial: Carbon
Federgabel: Rock Shox Pike RCT3
Federweg: 140 mm
Federbein: Rock Shox Monarch Plus RC3
Federweg: 140 mm
Schaltwerk: Sram X0
Schalthebel: Sram X0 (1 x 11)
Kurbel: Sram X0
Umwerfer: -
Bremse: Sram Guide RS
Bremsen-Disc vorne: 180 mm
Bremsen-Disc hinten: 180 mm
Sattelstütze: Kind Shock Lev Integra (Vario)
Laufräder: DT Swiss 1700 Spline
Laufradgröße: 27,5 ''
Reifen: WTB Trail Boss/Riddler TCS Light 2,4"
Testurteil: Sehr gut (217 Punkte)

Fazit:

Nach einer Kunstpause ist Marin wieder mit voller Kraft zurück – das zeigt das neue Marin Mount Vision 9 2016 mit feinstem Design, agil-spielerischem Handling und loderndem Feuer im Trail-Tanz.

Marin Mount Vision 9 2016 (Modelljahr 2016) im Vergleichstest

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Marin Mount Vision 9 2016 (Modelljahr 2016) im Vergleich mit anderen Produkten

08.09.2015
Autor: Max Hilger
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe /2015