Mountainbikes im Test

Testbericht: Liv Intrigue SX (Modelljahr 2016)

MountainBIKE Liv Intrigue SX
Foto: Stefan Eigner
Einfach über alle Berge! Das Liv Intrigue SX ist ein starkes Lady-All-Mountain für trailverliebte Bikerinnen.
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Testurteil sehr gut

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Die Marke Liv steht ausschließlich für Damenräder und traf voriges Jahr mit dem All-Mountain Intrigue voll ins Herz der Zielgruppe.

Nun kommt eine weiteres Modell: Das Liv Intrigue SX richtet sich mit 160-mm-Federgabel und 140 mm Federweg am Heck an versierte Bikerinnen, die es bergrunter gerne richtig laufen lassen. Mit 13,2 Kilo Gesamtgewicht inklusive hauseigener Vario-Stütze geht es aber noch freudig bergan.

Am Heck setzt Liv – wie der große Taiwan-Bruder Giant – auf die VPP-ähnliche Maestro-Hinterbauanlenkung mit ihrem sensiblen Ansprechverhalten. Den Antrieb besorgt Srams X1-Gruppe mit Einfach-Kurbelgarnitur, die Gewicht spart und eine Kettenführung überflüssig macht.

 

MountainBIKE Liv Intrigue SX Schaumstoffgriff
Foto: Benjamin Hahn Livs sehr weiche, silikonisierte Schaumstoffgriffe sollen Frauenhänden schmeicheln. Nicht alle Testerinnen fanden das gut.

Und wie fährt sich das Liv Intrigue SX auf dem Trail? Die Pilotin fühlt sich jederzeit zentral „im Rad“ bei recht hohem Cockpit. Dennoch leidet die Bergauf-Performance nicht. Mit genug Druck an der Front geht das Liv Intrigue SX klaglos bergan, der Rock-Razor-Reifen am Hinterrad beschleunigt flott.

Der nur leicht wippende Hinterbau lässt sich per Plattform-Hebel beruhigen, das Liv Intrigue SX klettert dann überaus effizient. Im Abfahrtsmodus ist das Liv Intrigue SX erwartungsgemäß voll in seinem Element. Das Liv Intrigue SX bügelt gefühlvoll über Wurzelteppiche und reagiert souverän auch auch auf schnelle Schläge.

 

MountainBIKE Liv Intrigue SX Hinterrad
Foto: Benjamin Hahn Need for Speed: Liv montiert am Hinterrad Schwalbes Rock Razor – er bietet weniger Grip, dafür bessere Beschleunigung.

Dank der gegenüber dem Liv Intrigue AM laufruhiger gezeichneten Geometrie (längere Kettenstreben) waren die Testerinnen jederzeit „Frau der Lage“. Zudem leistet die Endurogabel Rock Shox Pike dem hart rockenden Liv Intrigue SX enorme Dienste, hält auch bei groben Schlägen stets die Spur.

Der griffige Schwalbe Hans Dampf in 2,35 Zoll an der Front bricht auch bei unsanfter Betätigung der starken Avid-Guide-RS-Scheibenbremsen nicht aus. Am Hinterrad jedoch fehlt es der flach profilierten Lauffläche des Rock Razor an Bremstraktion.

Das Liv Intrigue SX krönt sich somit unbestreitbar zur Enduro-Queen unter den Ladybikes.

Technische Daten des Test: Liv Intrigue SX

Modelljahr: 2016
Preis: 3700 Euro
Gewicht: 13,2 kg
Rahmengewicht: 3010 g
Federgabel (Gewicht): 1862 g
Vertriebsweg: Fachhandel
Verfügbare Rahmenhöhen: XS, S, M
Getestete Rahmenhöhe: M
Rahmenmaterial: Aluminium
Federgabel: Rock Shox Pike RCT3
Federweg: 160 mm
Federbein: Rock Shox Monarch Plus RC3
Federweg: 140 mm
Schaltwerk: Sram X1
Schalthebel: Sram X1
Kurbel: Sram X1
Umwerfer: -
Bremse: Sram Guide RS
Bremsen-Disc vorne: 180 mm
Bremsen-Disc hinten: 160 mm
Sattelstütze: Giant Contact SL (Vario)
Laufräder: Giant PAM-2
Laufradgröße: 27,5 ''
Reifen: Schwalbe H. Dampf /R. Razor TLE 2,35"
Testurteil: Sehr gut (208 Punkte)

Fazit:

Ein Lady-Bike für Trail-Tänzerinnen! Dank 160 mm Federweg bietet das bedacht ausgestattete Liv Intrigue SX fette Bergabreserven, der feinfühlige Maestro-Hinterbau spendet viel Komfort. Giants Lady-Marke Liv landet erneut einen Volltreffer.

Liv Intrigue SX (Modelljahr 2016) im Vergleichstest

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Liv Intrigue SX (Modelljahr 2016) im Vergleich mit anderen Produkten

06.10.2015
Autor: Max Hilger
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe /2015