Mountainbikes im Test

Testbericht: Liteville 301 MK8 (Modelljahr 2011)

Liteville 301 MK8
Für Tourenfahrer und Alpencrosser ist das teure Liteville 301 MK8 das Nonplusultra. Einziges Manko ist der straffe Hinterbau.
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Bewertung

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  • Sehr hoher Preis

Testurteil

Testurteil überragend

Merke: Entwickler kennen keinen Schlaf. Das gilt besonders für die Liteville-Macher Michael Grätz und Jo Klieber.

Mit erfreulichen Folgen: Das je nach Wippe auch mit 120 oder 160 mm Heck-Federweg aufbaubare Chassis überzeugt mit der höchsten Tretlagersteifigkeit – satten 200 N/mm – und holt dank 2632 Gramm Leichtgewicht auch den SGI-Sieg (109 Punkte).

Wohlgemerkt: Das Liteville setzt ganz traditionell auf Alu! Zusammen mit der genialen, weil einerseits vorwärts orientierten, andererseits komfortfördernden Geometrie ist der Vortrieb klasse.

Joker bei langen Auffahrten: die leichten, massiven Syntace-Laufräder. Die Bergauf-Traktion des effektiven Viergelenk-Hinterbaus ist hoch.

Weil dieser aber unter Kettenzug spürbar verhärtet, fehlt es ein wenig an Sensibilität. Straff agiert die 301-Kinematik auch im ruppigen Downhill; die Endprogression setzt früh ein.

Jenseits dieser Kritik liegt das Rad unverschämt gut in der Spur, verführt durch das traumhaft sichere Handling.

Technische Daten des Test: Liteville 301 MK8

Modelljahr: 2011
Preis: ca. 4800 Euro (Chassis: 1960 Euro)
Gewicht: 11,5 kg
Rahmengewicht: 2632 g
Federgabel (Gewicht): 1650 g
Vertriebsweg: Fachhandel
Rahmenhöhen: XS, S, M, L, XL, XXL
Getestete Rahmenhöhe: M
Rahmenmaterial: Aluminium
Lenkwinkel: 67 °
Sitzwinkel: 73,5 °
Sitzrohr: 432 mm
Oberrohr: 595 mm
Steuerrohr: 138 mm
Federgabel: Rock Shox Revelation WC
Federweg getestet: 146 mm
Federbein: DT Swiss SSD 212 L
Federweg getestet: 140 mm
Schaltwerk: Shimano XT
Schalthebel: Shimano XT
Kurbel: Shimano XT
Umwerfer: Shimano XT
Bremse: Formula RX
Bremsen-Disc vorne: 185 mm
Bremsen-Disc hinten: 185 mm
Laufräder: Syntace
Reifen: Schwalbe Nobby Nic S. Skin 2,4“

Fazit

Für Tourenfahrer und Alpencrosser ist das teure Liteville 301 MK8 das Nonplusultra. Einziges Manko ist der straffe Hinterbau.

08.02.2011
Autor: Florian Storch
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe /2011