Mountainbikes im Test

Testbericht: Liteville 301 MK12 (Modelljahr 2015)

Liteville 301 MK12
Foto: Det Göckeritz
Ein Bike, tausend Möglichkeiten – das neue Liteville 301 bietet zig Varianten des Aufbaus. Wen das nicht überfordert, der bekommt mit dem vielfältigsten Lietville 301 aller Zeiten ­einen nahezu perfekten Alleskönner.

MOUNTAINBIKE Logo Testurteil

Testurteil überragend

Zehn Jahre nach seiner Premiere hat sich an der puristischen Optik des Liteville 301 kaum etwas verändert. Es lohnt der Blick auf Details. Denn die Entwickler verpassten dem Liteville-Bestseller über die Jahre viele Neuerungen.

Nicht nur, dass der Federweg von 115 mm auf bis zu 160 mm wuchs, auch Details wie die 142 x 12-mm-Steckachse, die zum Standard für sämtliche hochpreisigen MTBs wurde, untermaert die Stellung des Innovationsmotors Liteville 301.

Nun steht die zwölfte Version in den Startlöchern und bietet wieder maßstabsetzende Neuerungen. Etwa die verstellbare Kettenstrebe. Ein simpler Trick hilft, den Rahmen auf unterschiedliche Laufradgrößen anzupassen. So kann jeder Mountainbiker das Liteville 301 auf seine Bedürfnisse anpassen, denn Liteville setzt auf körpergrößenabhängige Laufräder.

Konkret heißt das: XS- oder S-Rahmen kommen mit 24"-Hinterrad und 26"-Vorderrad, M, L oder XL-Größen wahlweise mit 26"-Hinterrad und 27,5"-Vorderrad oder 27,5" hinten und 29" vorne, XXL-Rahmen wahlweise mit 27,5" hinten oder 29" hinten und vorne.

Zudem hat der Biker beim Federweg die Wahl zwischen 140 mm für den All-Mountain- und 160 mm für den Enduro-Einsatz. Zusammen mit der Lenkwinkelverstellung, den unterschiedliche Gabelhöhen und den verschiedenen Reifentypen ergeben sich so insgesamt über 1000 Geometrie-Varianten. Das grenzt sozusagen an Maßanfertigung – kann weniger Versierte aber auch überfordern.

Im Test: das Liteville 301 MK12 mit 140 mm Federweg, 29"-Rad vorne und 27,5" hinten

MountainBIKE entschied sich für einen M-Rahmen mit 140 mm Federweg, 29-Zoll-Vorderrad und 27,5"-Hinterrad. Ausgestattet ist der hochwertige Alu-Rahmen mit der edlen Shimano-XTR-Gruppe sowie Rock-Shox-Federelementen. Die Vario-Stütze kostet 130 Euro Aufpreis.

Mit sehr guter, im Rad integrierter Sitzposition geht die Testfahrt los. Bergauf gibt sich das 140- mm-Fahrwerk sehr neutral, generiert hohe Traktion – was auch durch den langen 440-mm-Hinterbau begünstigt wird. Was die Frage aufwirft, ob das (neue) lange Heck rasante Kurvenfahrten bremst.

Zum Vergleich fuhr MountainBIKE deshalb die kompakte 27,5"/26"-Enduro-Version des 301 mit 160 mm Hub. Das Ergebnis: Das 140er mit 27,5"-Hinterrad zirkelt immer noch ausreichend verspielt um Kehren, bietet dem Fahrer nach wie vor die erwünschte zentrale Position auf dem Rad.

Insgesamt fährt es sich harmonischer als das kompakte Enduro-Pendant. Bergab ist das 301 in der All-Mountain-Version mit 29er-Vorderrad eine sichere Bank – hohe Laufruhe und satte Reserven am Heck inklusive. Nur wer noch mehr Hub fürs Grobe wünscht, ist beim 160-mm-Enduro besser aufgehoben.

Technische Daten des Test: Liteville 301 MK12

Modelljahr: 2015
Preis: 5775 Euro
Gewicht: 12,2 kg
Rahmengewicht: 2995 g
Federgabel (Gewicht): 1830 g
Vertriebsweg: Fachhandel
Verfügbare Rahmenhöhen: S, M, L, XL
Getestete Rahmenhöhe: M
Rahmenmaterial: Aluminium
Federgabel: Rock Shox Revelation RCT3
Federweg getestet: 140 mm
Federbein: Rock Shox Monarch
Federweg getestet: 140 mm
Schaltwerk: Shimano XTR
Schalthebel: Shimano XTR (2 x 11)
Kurbel: Shimano XTR
Umwerfer: Shimano XTR
Bremse: Shimano XTR
Bremsen-Disc vorne: 203 mm
Bremsen-Disc hinten: 180 mm
Sattelstütze: Syntace P6 Hiflex, 34,9 mm
Laufräder: Syntace MX W35
Laufradgröße: 27,5 und 29 ''
Reifen: Schwalbe Nobby Nic 29x2,35" / 27,5x2,25"

Mehr zu ...


Fazit:

Ein Bike, tausend Möglichkeiten – das neue Liteville 301 bietet zig Varianten des Aufbaus. Wen das nicht überfordert, der bekommt mit dem vielfältigsten Lietville 301 aller Zeiten ­einen nahezu perfekten Alleskönner.

10.06.2015