Mountainbikes im Test

Testbericht: Lapierre Zesty AM 427 E:i (Modelljahr 2016)

MountainBIKE Lapierre Zesty AM 427 E:i
Foto: Benjamin Hahn
Kawumm! Bergab ist das Lapierre Zesty AM 427 E:i eine echte Bombe, ein Feuerwerk an Schluckfreude und Fahrpotenz – dazu kommt die tolle, akkurate Fahrwerkselektronik. Berghoch hemmt aber das Übergewicht.
Zu den getesteten Produkten

Was uns gefällt

  • Exzellent im Downhill
  • Steif, spurstabil, sicher
  • E:i-Federung funktioniert top

Was uns nicht gefällt

  • Sehr schwer, billige Parts

MOUNTAINBIKE Logo Testurteil

Testurteil sehr gut

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Voller Kraft und ein wenig fülliger um die Hüften – die Fully-Flotte von Lapierre hat sich zu dieser Saison gewandelt, die Bikes aus Dijon sind viel bergablastiger, teils gar brachial geworden.

Auch am Lapierre Zesty AM 427 E:i zeigen die 14,3 Kilo Gesamtgewicht, dass es für den Uphill wohl mehr Zeit benötigt. Über vier Kilo entfallen alleine auf den sehr steifen Alu-Rahmen.

Mitgewogen ist jedoch das Federbein und damit die komplette, elektronische Regelung der Heckfederung („E:i“): Sensoren messen etwa die Schläge vom Untergrund und die Trittfrequenz, eine CPU „errechnet“ in Millisekunden die Fahrsituation, und ein Stellmotor am Stoßdämpfer verstellt daraufhin passend die Druckstufendämpfung – faszinierend und in der Praxis einwandfrei!

 

MountainBIKE Lapierre Zesty AM 427 E:i Steuerung E:i Shock
Foto: Benjamin Hahn Elektrisierend: Sensoren messen u. a. die Aktivität von Gabel und Kurbel, ein Stellmotor stellt die Heckfederung entsprechend ein. Auch manueller Betrieb ist via Tastendruck möglich. Inzwischen funktioniert „E:i“ großartig!

Entsprechend beschleunigt und klettert das Lapierre Zesty AM 427 E:i zwar trotz leichter Laufräder nicht feurig, aber doch traktionsstark und effizient. Eben ganz so, wie’s der Weg fordert. Bergrunter ist die Federung dann zumeist offen, Gabel wie Hinterbau sprechen zart an, geleiten achtsam durch den Hub.

Wie überhaupt das Lapierre Zesty AM 427 E:i eine Ausgeburt an Fahrsicherheit ist: Durch die lang-flache Geometrie liegt es megasatt auf dem Trail, muss den Vergleich zu waschechten Enduros nicht scheuen. Die Ausstattung? Etwas krude und nicht gerade erlesen.

Technische Daten des Test: Lapierre Zesty AM 427 E:i

Modelljahr: 2016
Preis: 3599 Euro
Gewicht: 14,3 kg
Rahmengewicht: 4090 g
Federgabel (Gewicht): 1792 g
Vertriebsweg: Fachhandel
Verfügbare Rahmenhöhen: S, M, L, XL
Getestete Rahmenhöhe: M
Rahmenmaterial: Aluminium
Federgabel: Fox 34 Float Performance
Federweg: 150 mm
Federbein: Rock Shox Monarch RT3 E:i
Federweg: 150 mm
Schaltwerk: Shimano XT
Schalthebel: Shimano Deore (2 x 10)
Kurbel: Race Face Aeffect
Umwerfer: Shimano Deore
Bremse: Shimano Deore
Bremsen-Disc vorne: 180 mm
Bremsen-Disc hinten: 180 mm
Sattelstütze: Kind Shock Cruxi (Vario)
Laufräder: Race Face Aeffect
Laufradgröße: 27,5 ''
Reifen: Schwalbe Tough Tom KG 2,35"/2,25"
Testurteil: Sehr gut (204 Punkte)

Fazit:

Kawumm! Bergab ist das Lapierre Zesty AM 427 E:i eine echte Bombe, ein Feuerwerk an Schluckfreude und Fahrpotenz – dazu kommt die tolle, akkurate Fahrwerkselektronik. Berghoch hemmt aber das Übergewicht.

Lapierre Zesty AM 427 E:i (Modelljahr 2016) im Vergleichstest

Test: 15 All-Mountains von 3.200 bis 4.000 Euro Foto: Dennis Stratmann

Test: 15 All-Mountains von 3.200 bis 4.000 Euro

In diesem Test treten 15 wahre Alleskönner-Bikes mit 140/150 mm Federweg und 27,5"-Laufrädern gegeneinander an. Wer den besten Allrounder des Jahrgangs 2016 baut, zeigt dieser Test.


Lapierre Zesty AM 427 E:i (Modelljahr 2016) im Vergleich mit anderen Produkten

05.02.2016
Autor: André Schmidt
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe /2016