Mountainbikes im Test

Testbericht: KTM Myroon 29 Prime B11 (Modelljahr 2016)

MountainBIKE Racehardtails
Foto: Benjamin Hahn
Rundum ausgewogen, empfiehlt sich das steife, schnittige, dennoch flexible KTM für den Hobby-Marathon genauso wie für die flotte Tour. Fürs Siegertreppchen ist das ganze Paket zu brav geraten.
Zu den getesteten Produkten

Was uns gefällt

  • Gelungenes Handling
  • Sehr hohe Steifigkeiten

Was uns nicht gefällt

  • Schwerer Rahmen
  • Schwächere Ausstattung

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Testurteil sehr gut

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Und noch ein Frischling: Auch KTM hat sein Myroon zur neuen Saison zeitgemäß saniert. Das Heck wurde kürzer, der Sitzwinkel steiler, die Front tiefer. Und steif ist der neue Carbon-Rahmen. Bocksteif sogar, mit Topwerten. Was angesichts der puren Masse nicht wundert: Rund 1,4 Kilo Rahmengewicht (inkl. Hardware) sind für diese High-End-Kategorie schon stramm. Zusammen mit der weniger noblen Bestückung auf Shimano-XT-Basis rückt auch das Gesamtgewicht nah an die 10-Kilo-Marke. Umso erfreulicher, dass das KTM dennoch beschwingt beschleunigt, sich trotz nicht so leichter Laufräder/Reifen um keinen Zwischensprint drückt. Dabei ist die Sitzposition sportiv, schnittig, nicht so überstreckt, wie es die lange Geometrie vermuten lässt.

Steile Stiche meistert das bewegliche Bike trotz geringer Gangbandbreite souverän, wohl weniger leichtfüßig, doch mehr traktionsstark – Letzteres geht aufs Konto des grobstolligen Hinterreifens sowie des dezent nachgiebigen Hecks. Dieses sorgt auch in der Abfahrt für ein geschmeidiges, sicheres, ausgewogenes Fahrgefühl. Mehr noch, das lange KTM zeigt sich überraschend wendig. So kennt der österreichische Kurvengeist kaum Schwächen, in einigen Bereichen – Gewicht, Parts, Aggressivität bergab wie bergauf – fehlt aber der letzte Schliff.

Technische Daten des Test: KTM Myroon 29 Prime B11

Modelljahr: 2016
Preis: 4299 Euro
Gewicht: 9,87 kg
Rahmengewicht: 1360 g
Federgabel (Gewicht): 1710 g
Vertriebsweg: Fachhandel
Verfügbare Rahmenhöhen: 38, 43, 48, 53 cm
Getestete Rahmenhöhe: 48 cm
Rahmenmaterial: Carbon
Federgabel: Rock Shox RS-1 Remote
Federweg getestet: 100 mm
Schaltwerk: Shimano XT
Schalthebel: Shimano XT (1 x 11)
Kurbel: Shimano XT
Umwerfer: -
Bremse: Shimano XT
Bremsen-Disc vorne: 180 mm
Bremsen-Disc hinten: 180 mm
Sattelstütze: KTM Prime Carbon 27,2 mm
Laufräder: KTM CC 29" by DT Swiss
Laufradgröße: 29 ''
Reifen: Schwalbe Rocket Ron LS 2,25"
Testurteil: Sehr gut (203 Punkte)

Fazit:

Rundum ausgewogen, empfiehlt sich das steife, schnittige, dennoch flexible KTM für den Hobby-Marathon genauso wie für die flotte Tour. Fürs Siegertreppchen ist das ganze Paket zu brav geraten.

KTM Myroon 29 Prime B11 (Modelljahr 2016) im Vergleichstest

Test: 14 Race-Hardtails von 4.000 bis 5.000 Euro Foto: Dennis Stratmann

Test: 14 Race-Hardtails von 4.000 bis 5.000 Euro

Wer schnell sein will, muss leiden? Vorbei! Die Race-Hardtails des Jahrgangs 2016 hängen so hart am Gas wie eh und je – bieten aber zugleich enormen Fahrkomfort. Wir haben 14 Modelle getestet.


KTM Myroon 29 Prime B11 (Modelljahr 2016) im Vergleich mit anderen Produkten

07.12.2015
Autor: André Schmidt
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe /2015