Mountainbikes im Test

Testbericht: KTM Bark 10 (Modelljahr 2011)

KTM Bark 10
Mit dem Bark 10 beweist KTM seine AM-Kompetenz. Es jagt leidenschaftlich über technische Trails, ist dabei fast einen Tick zu quirlig.
Zu den getesteten Produkten

Was uns gefällt

  • Sensibles Fahrwerk
  • Agiler Trail-Turner
  • Edle Ausstattung

Was uns nicht gefällt

  • Oberrohr etwas kurz

MOUNTAINBIKE Logo Testurteil

Testurteil sehr gut

Organisch geschwungene, im Hydroforming-Verfahren hergestellte Alu-Rohre sollen das neu entwickelte Bark-Chassis gegen Verwindung impfen.

Die MB-Messungen ergaben bei den Steifigkeiten allerdings nur Durchschnittswerte, das Rahmengewicht enttäuscht: letzter im Test. Was dem KTM im Fahrbetrieb aber nicht zum Nachteil gereichte: Der kurze Radstand (1116 mm) und das kompakte Heck (434er-Kettenstreben) machen das Bark zum Trail-Wirbelwind!

Und der fällt im Schulterschluss mit dem überaus sensiblen Hinterbau und der hungrigen Talas-Gabel nur allzu gerne über verblockte, wurzelreiche Singeltrails her. Die Druckstufe des Dämpfers ist dennoch nicht zu niedrig – das verhindert im Uphill ein störendes Wegtauchen des Hecks.

Als uphill-freundlich erweist sich auch der 73,5° steile Sitzwinkel. Ausgesprochen kurz fällt das Oberrohr aus: Es empfiehlt sich somit dringend eine ausgiebige Probefahrt, um zu prüfen, ob die Rahmengröße passt. Top-Ausstattung!

Technische Daten des Test: KTM Bark 10

Modelljahr: 2011
Preis: 4199 Euro
Gewicht: 12,7 kg
Rahmengewicht: 3200 g
Federgabel (Gewicht): 1816 g
Vertriebsweg: Fachhandel
Rahmenhöhen: 38, 43, 48, 53 cm
Getestete Rahmenhöhe: 43 cm
Rahmenmaterial: Aluminium
Lenkwinkel: 68 °
Sitzwinkel: 73,5 °
Sitzrohr: 431 mm
Oberrohr: 574 mm
Steuerrohr: 123 mm
Federgabel: Fox 32 Talas RLC
Federweg getestet: 153 mm
Federbein: Fox Float RP23 Boostv.
Federweg getestet: 157 mm
Schaltwerk: Sram X.0
Schalthebel: Sram X.0
Kurbel: Sram X.0
Umwerfer: Sram X.0
Bremse: Avid X.0
Bremsen-Disc vorne: 185 mm
Bremsen-Disc hinten: 185 mm
Laufräder: DT Swiss EX 1750
Reifen: Schwalbe Nobby Nic S. Skin 2,4“

Fazit:

Mit dem Bark 10 beweist KTM seine AM-Kompetenz. Es jagt leidenschaftlich über technische Trails, ist dabei fast einen Tick zu quirlig.

KTM Bark 10 (Modelljahr 2011) im Vergleichstest

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KTM Bark 10 (Modelljahr 2011) im Vergleich mit anderen Produkten

08.02.2011
Autor: Florian Storch
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe /2011