Mountainbikes im Test

Testbericht: Kona 2+2 DL

Fullys im Einzeltest - Kona 2 + 2 DL
Foto: Manfred Stromberg
Das Kona ist kletteraffin und leichtfüßig. Der Einsatzzweck reicht von Marathon bis zum Alpencross - die Racetauglichkeit wird durch das hohe Gewicht jedoch eingeschränkt.
Zu den getesteten Produkten

Was uns gefällt

  • Kletteraffin und leichtfüßig
  • Verspieltes, agiles Handling
  • Variabler Einsatzzweck von Marathon bis hin zu Alpencross

Was uns nicht gefällt

  • Hohes Rahmen- und Komplettgewicht schränkt Race-Tauglichkeit ein

"Magic-Link-System" – mysteriös kommt die Kona-Federung daher. Aber: Alles gehorcht irdischen Gesetzen! Das Magic Link bildet ein Bindeglied zwischen dem Fox-Luftfederbein und einem zweiten, unterstützenden Stahlfederbein.

Der speziell im Uphill erzeugte Kettenzug erlaubt nur die 50-Millimeter des Fox-Elements, im Downhill schalten Stöße vom Boden und fehlender Kettenzug die 50-Millimeter der Stahlfeder via Magic Link zu. Gleichzeitig ändert das Vario-Fahrwerk die Geometrie, stellt die Winkel im Uphill steil, im Downhill flach.

Geht das gut? Ja! Bergauf treiben der steile Sitzwinkel und das sportlich lange Oberrohr energisch voran, presst die Kinematik das Heck auf den Untergrund. Kombiniert mit schnellen Easton-Laufrädern, agiert das Kona trotz für ein 100-Millimeter-(Race-)Fully üppiger 12,3 Kilo verführerisch spritzig.

Ohne Trail- und Downhill-Qualitäten zu opfern: In ruppigem Gelände schaltet es fließend in den "Spiel- und Spaß-Modus", liegt mit flachem Lenkwinkel ähnlich satt wie ein 120-Millimeter-Fully. Bei Bedarf entschleunigen Avid-Stopper souverän. Fazit: Als purer Racer zu schwer, trumpft das 2 + 2 als Marathon- und schnittiges Tourenbike auf.

Technische Daten des Test: Kona 2+2 DL

Preis: 3.999 Euro
Gewicht: 12,3 kg
Vertriebsweg: Händler
Rahmenhöhen: 14/16/18/20/22 ''
Getestete Rahmenhöhe: 18 ''
Rahmenmaterial: Aluminium
Lenkwinkel: 68 °
Sitzwinkel: 74,5 °
Sitzrohr: 457 mm
Oberrohr: 612 mm
Steuerrohr: 141 mm
Radstand: 1.141 mm
Tretlagerhöhe: 330 mm
Federgabel: Fox 32 F100 FIT Remote
Federweg getestet: 100 mm
Federbein: Fox Float RP 23
Federweg getestet: 100 mm
Schaltwerk: Shimano XT
Schalthebel: Shimano SLX
Kurbel: Shimano XT
Umwerfer: Shimano XT
Bremse: Avid Elixir R
Bremsen-Disc vorne: 185 mm
Bremsen-Disc hinten: 160 mm
Laufräder: Easton EA 90 XC (System)
Reifen: Maxxis Aspen 2,1''

Fazit:

Das Kona ist kletteraffin und leichtfüßig. Der Einsatzzweck reicht von Marathon bis zum Alpencross - die Racetauglichkeit wird durch das hohe Gewicht jedoch eingeschränkt.

Kona 2+2 DL im Vergleichstest


Kona 2+2 DL im Vergleich mit anderen Produkten

11.10.2011
Autor: Florian Storch
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe /2011