Mountainbikes im Test

Testbericht: Idworx Racing TiRohler (Modelljahr 2013)

Idworx Racing TiRohler
Foto: Christoph Jorda
Sorglos rollt das Racing TiRohler mit komfortablem Rahmen und großen Laufrädern durch die Lande. Auch wenn es der Name vermuten lässt, ist es durch die schwere Rohloff-Nabe nur ungern für den Rennstress zu haben. Vielmehr wendet sich das Sorglos-Hardtail an Vielfahrer mit dickem Geldbeutel.
Zu den getesteten Produkten

Was uns gefällt

  • Hohe Laufruhe
  • Robuster Aufbau
  • Komfortable Sitzposition

Was uns nicht gefällt

  • Weniger spritzig

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Testurteil sehr gut

„Ride it all, all the time“, bringt Idworx Inhaber Gerrit Gaastra seine Philosophie auf den Punkt. Wer ein Hardtail sucht, mit dem er täglich, egal ob bei Sonnenschein, Matsch, Regen oder Schnee, sorgenfrei unterwegs sein kann, ist bei Idworx genau richtig. Durchgehend verlaufen die Schaltzüge vom Drehgriffschalter bis zur wuchtigen 14-Gang-Rohloff-Nabe.

Der massive Titanrahmen, der von Lynskey in den USA gefertigt wird, sorgt mit aufgeräumter Zugverlegung, einem speziellen Lenkanschlag und Exzenter-Innenlager mit großen Kugellagern für ein robustes Auftreten. Dass Idworx am Racing TiRohler auf 29er-Laufräder setzt, erscheint da nur konsequent. Dass auch die Fahreigenschaften dieses Allwetter-Bikes problemlos sein müssen, versteht sich fast von selbst. So rollt das Titan-Ross spurtreu steile Rampen hinauf und hält, trotz hoher Front und nicht zuletzt auf Grund der langen 451-mm-Kettenstreben, das Vorderrad artig am Boden.

Mit einem Dreh am Rohloff-Griff schaltet man beliebig viele Gänge durch und kann blitzschnell am Berg attackieren. Doch macht sich hier das hohe Gewicht der Rohloff-Nabe bemerkbar. Vor allem im Sprint bewegt es sich, aufgrund des über drei Kilo schweren Hinterrads, eher träge. Das Idworx liebt eher kons­tante Geschwindigkeiten, spult auf langen Schotteranstiegen und flachen Tretpassagen wie ein Uhrwerk Kilometer um Kilometer ab. Die komfortable Sitzposition sorgt für Weltenbummler-Stimmung.

Sanft rollt es über Buckelpisten, Schlaglöcher und quert selbstbewusst Spurrillen. Ein Verdienst der großen Laufräder und des komfortablen Titan-Rahmens. Auf Trails chauffiert der TiRohler den Fahrer sicher, benötigt in langen Kurven aber viel Körpereinsatz. In engen Kehren sorgt der steile Lenkwinkel für eine direkte Lenkung. Typisch Titan: Der Rahmen schnitt im MB-Labor mit einer Lenkkopfsteifigkeit von 87 Nm/° weich ab, im Fahrbetrieb fiel das aber kaum negativ auf.

Technische Daten des Test: Idworx Racing TiRohler

Modelljahr: 2013
Preis: 5990 Euro
Gewicht: 11,8 kg
Rahmengewicht: 2168 g
Federgabel (Gewicht): 1683 g
Vertriebsweg: Fachhandel
Rahmenhöhen: 46, 51, 56 cm
Getestete Rahmenhöhe: 51 cm
Rahmenmaterial: Titan
Lenkwinkel: 70,5 °
Sitzwinkel: 74 °
Sitzrohr: 514 mm
Oberrohr: 607 mm
Steuerrohr: 118 mm
Radstand: 1120 mm
Tretlagerhöhe: 318 mm
Federgabel: Rock Shox SID XX
Federweg: 100 mm
Schaltung: Rohloff Speedhub 500/14 (1 x 14)
Kurbel: Truvativ Stylo Single Speed
Bremse: Hope Race Evo X2
Bremsen-Disc vorne: 180 mm
Bremsen-Disc hinten: 160 mm
Laufräder: Hope Pro 2 Evo/Notubes ZTR Crest
Reifen: Schwalbe Rocket R. 2,25"/ Racing R. 2,25"

Fazit:

Sorglos rollt das Racing TiRohler mit komfortablem Rahmen und großen Laufrädern durch die Lande. Auch wenn es der Name vermuten lässt, ist es durch die schwere Rohloff-Nabe nur ungern für den Rennstress zu haben. Vielmehr wendet sich das Sorglos-Hardtail an Vielfahrer mit dickem Geldbeutel.

Idworx Racing TiRohler (Modelljahr 2013) im Vergleichstest


Idworx Racing TiRohler (Modelljahr 2013) im Vergleich mit anderen Produkten

10.10.2012
Autor: Chris Pauls
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe /2012