Mountainbikes im Test

Testbericht: Haibike Sleek RX (Modelljahr 2011)

Haibike Sleek RX
Fahrer, die ein agil-dynamisches Racefully suchen, beglückt das Sleek. Hinterbau- und Gabelleis­tung kosten fast das „sehr gut“.
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Bewertung

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  • Fahrwerksschwächen

Testurteil

Testurteil sehr gut

Starkes Bild: Das Sleek paart seine muskulösen Rohrprofile mit aggressiven Farbkontrasten.

Den ersten Eindruck bestätigt das MB-Labor: 1930 g wiegt das Chassis – Spitze! Zudem punktet das Sleek als zweitleichtestes Testbike.

Die Quintessenz: Kombiniert mit Carbon-Felgen und der kompakt-racigen Geometrie, die viel Druck auf die Front (kurzes Steuerrohr) bringt, beschleunigt es prima.

Begrenzender Faktor in der Ebene und bergauf ist jedoch die Viergelenk-Kinematik: Sie reagiert spürbar auf Antriebseinflüsse, der Fahrer sackt in die 110 mm Federweg ein, braucht mehr Kraft.

Mehr Luftdruck im Fox-Federbein und die Aktivierung der Plattform helfen – allerdings zu Las­ten der Hinterbau-Traktion. Im schnellen Downhill ist das Heck dafür gierig, nutzt den Federweg gut.

Gewöhnungsbedürftig: Das tiefe Cockpit und der steile Lenkwinkel machen das Hai äußerst agil, aber auch früher nervös. Die Durin-Gabel spricht fein an, durchläuft aber zu schnell ihre 100 mm Hub.

Technische Daten des Test: Haibike Sleek RX

Modelljahr: 2011
Preis: 4999 Euro
Gewicht: * 9,9 kg
Rahmengewicht: ** 1930 g
Federgabel (Gewicht): 1499 g
Vertriebsweg: Händler
Rahmenhöhen: 44, 49, 53 cm
Getestete Rahmenhöhe: 44 cm
Rahmenmaterial: Carbon
Lenkwinkel: 70 °
Sitzwinkel: 73,5 °
Sitzrohr: 439 mm
Oberrohr: 586 mm
Steuerrohr: 104 mm
Federgabel: Magura Durin Race
Federweg getestet: 100 mm
Federbein: Fox Float RP23
Federweg getestet: 100
Schaltwerk: Sram X.0
Schalthebel: Sram X.0
Kurbel: Sram X.0
Umwerfer: Sram X.0
Bremse: Avid X.0 Carbon
Bremsen-Disc vorne: 185 mm
Bremsen-Disc hinten: 160 mm
Laufräder: Ritchey WCS Carbon
Reifen: Schwalbe Rocket Ron Evo 2,1“

* mit Einheitsreifen ** inkl. Dämpfer

Fazit

Fahrer, die ein agil-dynamisches Racefully suchen, beglückt das Sleek. Hinterbau- und Gabelleis­tung kosten fast das „sehr gut“.

22.02.2011
Autor: Florian Storch
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe /2011