Mountainbikes im Test

Testbericht: GT Sanction Pro (Modelljahr 2016)

MountainBIKE GT Sanction Pro
Foto: Drake Images
Wer das GT Sanction Pro ans Limit bekommen will, braucht – Pardon – Eier aus Stahl. Vor allem im extremen Gelände sorgen Sahne-Handling, top Fahrwerk und kreuzstabile Parts für Ekstase. Aber: schweres Gerät!
Zu den getesteten Produkten

Was uns gefällt

  • Brillantes Fahrwerk
  • Supersicher im Groben, ...
  • ... dabei erstaunlich agil

Was uns nicht gefällt

  • Gesamtgewicht sehr hoch

MOUNTAINBIKE Logo Testurteil

Testurteil sehr gut

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„Schluckt Stock und Stein wie Flüssignahrung“, lobten wir das GT-Paradeenduro im Vorjahr. Kritik setzte es auch: am zünftigen Gewicht. Leider hat das GT Sanction 2016 noch mal rund 300 g zugelegt, ist Schlusslicht im Gewichtsranking.

Dafür serviert GT mit dem GT Sanction Pro deftig-schmackhafte Enduro-Kost: kreuzstabiler und bocksteifer Alu-Rahmen, abfahrtslastige Ausstattung mit breiten Felgen, supergriffigen Reifen, fettem Raceface-Cockpit, wuchtiger Kettenführung.

Klar, dass auf so einem Potenzbolzen im Downhill der Berg glüht. Tester Dennis Stratmann: „Wo es bei anderen Bikes grenzwertig wird, ist das GT Sanction Pro voll in seiner Komfortzone. Ein Panzer!“

 

MountainBIKE GT Sanction Pro Kettenführung mit Schlagschutz
Foto: Drake Images Wo gehobelt wird, fallen Späne ... Damit im Enduro-Alltag die Kette nicht runterfällt und keine Zähne herausbrechen, verbaut GT am GT Sanction Pro eine besonders wuchtige Kettenführung mit Schlagschutz von LG1.

Der spektakulär ausschauende, mehrfach umgelenkte Hinterbau liebt’s ebenfalls herb: Kleine Schläge straft er schon mal mit Ignoranz, durch grobes Gestein frisst er sich dafür förmlich durch – in vollendeter Harmonie mit der brachialen Fox-36-Gabel mit etwas komplex abzustimmender RC2-Kartusche.

Erstaunlich dabei, dass sich das GT Sanction Pro gar nicht so träge bewegt. Der moderate 66°-Lenkwinkel und der mittellange Radstand sorgen für erfreuliche Handlichkeit. Zudem ist die Kletterposition dank des steilen Sitzwinkels formidabel, der Hinterbau höchst effizient – und das GT Sanction Pro kraxelt eifrig, ist strebsam in der Ebene. Nur leichtfüßig ist es nicht.

Technische Daten des Test: GT Sanction Pro

Modelljahr: 2016
Preis: 4599 Euro
Gewicht: 14,4 kg
Rahmengewicht: 3480 g
Federgabel (Gewicht): 2011 g
Vertriebsweg: Fachhandel
Verfügbare Rahmenhöhen: S, M, L, XL
Getestete Rahmenhöhe: M
Rahmenmaterial: Aluminium
Federgabel: Fox 36 Float Perform. Elite RC2
Federweg: 170 mm
Federbein: Fox Float X DPS Perfor. Elite
Federweg: 160 mm
Schaltwerk: Shimano XT
Schalthebel: Shimano XT (1 x 11)
Kurbel: Race Face Aeffect
Umwerfer: -
Bremse: Shimano SLX
Bremsen-Disc vorne: 203 mm
Bremsen-Disc hinten: 180 mm
Sattelstütze: Kind Shock LEV Integra (Vario)
Laufräder: Shimano SLX/Stan‘s ZTR Rapid 30
Laufradgröße: 27,5 ''
Reifen: Maxxis High Roller II 2,4"
Testurteil: Sehr gut (209 Punkte)

Fazit:

Wer das GT Sanction Pro ans Limit bekommen will, braucht – Pardon – Eier aus Stahl. Vor allem im extremen Gelände sorgen Sahne-Handling, top Fahrwerk und kreuzstabile Parts für Ekstase. Aber: schweres Gerät!

GT Sanction Pro (Modelljahr 2016) im Vergleichstest

Test: 12 Enduros um 4.000 Euro Foto: Dennis Stratmann

Test: 12 Enduros um 4.000 Euro

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GT Sanction Pro (Modelljahr 2016) im Vergleich mit anderen Produkten

04.03.2016
Autor: André Schmidt
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe /2016