Mountainbikes im Test

Testbericht: Ghost AMR Plus Lector 9000 (Modelljahr 2011)

Ghost AMR Plus Lector 9000
Das Ghost macht dem Namen seiner Gattung Ehre. Die Abmischung der Fahrtalente ist überaus gelungen. Überlegt gewählte Ausstattung.
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Bewertung

Was uns gefällt

Was uns nicht gefällt

  • Variostütze zickt

Testurteil

Testurteil sehr gut

Ghost übernahm viele gute Zutaten für sein AMR Plus vom 2010er Modell und verfeinerte sie mit höherwertigen Naben, Variostütze und X.0 statt XT – dafür wird allerdings ein satter Aufschlag von 600 Euro fällig.

Der Hauptrahmen aus Carbon mit 2843 g, an den sich ein Viergelenk-Hinterbau aus Alu heftet, bildet die im Lenkkopf steife Basis (77 Nm/°). Die zentrale, sportliche Sitzposition fördert den Vortrieb – die sehr griffigen Schwalbe-Pneus bremsen ihn etwas.

Im Anstieg generiert der nadelgelagerte und damit extrem sensibel ansprechende Hinterbau maximale Traktion, der Pilot muss dafür aber Antriebseinflüsse in Kauf nehmen.

Im Downhill ist das Fahrwerk feinfühlig, giert förmlich nach Schlägen. So behält der Pilot im Zusammenspiel mit der ausbalancierten Geometrie auch im Schlag-Stakkato die Nerven. Auch im technisch-langsamen Geläuf bewegt sich das Ghost kaum minder elegant.

Schade: Die X-Fusion-Variostütze fiel kurzzeitig mit losem Verstellhebel aus.

Technische Daten des Test: Ghost AMR Plus Lector 9000

Modelljahr: 2011
Preis: 4599 Euro
Gewicht: 12,6 kg
Rahmengewicht: 2843 g
Federgabel (Gewicht): 1820 g
Vertriebsweg: Fachhandel
Rahmenhöhen: 44, 48, 52 cm
Getestete Rahmenhöhe: 44 cm
Rahmenmaterial: Carbon (Alu-Hinterbau)
Lenkwinkel: 68 °
Sitzwinkel: 72 °
Sitzrohr: 445 mm
Oberrohr: 591 mm
Steuerrohr: 134 mm
Federgabel: Fox 32 Talas FIT RLC
Federweg getestet: 153 mm
Federbein: Fox Float RP23
Federweg getestet: 148 mm
Schaltwerk: Sram X.0
Schalthebel: Sram X.0
Kurbel: Sram X.0
Umwerfer: Sram X.0
Bremse: Avid X.0
Bremsen-Disc vorne: 200 mm
Bremsen-Disc hinten: 185 mm
Laufräder: Tune/Ghost 700 TI
Reifen: Schwalbe Fat Albert Evo 2,4“

Fazit

Das Ghost macht dem Namen seiner Gattung Ehre. Die Abmischung der Fahrtalente ist überaus gelungen. Überlegt gewählte Ausstattung.

08.02.2011
Autor: Florian Storch
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe /2011