Mountainbikes im Test

Testbericht: Ghost AMR Plus 5900 (Modelljahr 2012)

Ghost AMR Plus 5900
Foto: Benjamin Hahn
Laufruhig und sicher prescht das AMR Plus gen Tal, komfortabel strebt es bergan, glänzt mit top Fahrwerk. Eigentlich das „Ideal-AM“, aber schwer.
Zu den getesteten Produkten

Was uns gefällt

  • Hohe Reserven bergab
  • Antriebsneutral bergan
  • Exzellente Geometrie

Was uns nicht gefällt

  • Rahmen/Parts schwer

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Testurteil sehr gut

Die Ghost-Ingenieure kennen die Alchemie der All-Mountain-Klasse: flacher Lenkwinkel, tiefes Tretlager und steiler Sitzwinkel. Somit lädt das AMR Plus den Biker mit komfortabler Sitzposition zum mühelosen Pedalieren ein. Das funktioniert auf den ersten Metern auch recht gut, dank leichter Laufräder geht‘s zügig voran.

Am Berg gerät man aber ins Schnaufen. Der wuchtig-gewichtige Rahmen und die teils schweren Parts drücken auf die Waage – mit 13,9 kg ist das Ghost das schwerste Rad im Test, verliert im Uphill den Anschluss zur Führungstruppe. Schade, denn es zeigt sich durchaus bemüht und hält das Vorderrad brav am Boden, auch der Hinterbau bleibt ruhig und stabil. Bergab schärft das AMR die Waffen, zieht laufruhig gen Tal und eifert wendig – dank tiefem Schwerpunkt – um Kurven. Das Heck hält dem Biker dabei buchstäblich den Rücken frei, der X-Fusion-Dämpfer nutzt den Hub großzügig und feinfühlig aus. Einzig bei schnellen Schlägen wird es träge.

Technische Daten des Test: Ghost AMR Plus 5900

Modelljahr: 2012
Preis: 2299 Euro
Gewicht: 13,9 kg
Rahmengewicht: 3650 g
Federgabel (Gewicht): 1869 g
Vertriebsweg: Fachhandel
Rahmenhöhen: 40, 44, 48, 52, 56 cm
Getestete Rahmenhöhe: 52 cm
Rahmenmaterial: Aluminium
Lenkwinkel: 67 °
Sitzwinkel: 74,5 °
Sitzrohr: 517 mm
Oberrohr: 604 mm
Steuerrohr: 125 mm
Radstand: 1168 mm
Tretlagerhöhe: 335 mm
Federgabel: Fox 32 Talas RL
Federweg getestet: 150 mm
Federbein: X-Fusion RL
Federweg getestet: 150 mm
Schaltwerk: Shimano XT
Schalthebel: Shimano Deore (3 x 10)
Kurbel: Shimano FC-M 552
Umwerfer: Shimano SLX
Bremse: Shimano Deore
Bremsen-Disc vorne: 180 mm
Bremsen-Disc hinten: 180 mm
Laufräder: Shimano XT/Alex D 800
Reifen: Schwalbe Nobby Nic Evo 2,35"

Fazit:

Laufruhig und sicher prescht das AMR Plus gen Tal, komfortabel strebt es bergan, glänzt mit top Fahrwerk. Eigentlich das „Ideal-AM“, aber schwer.

Ghost AMR Plus 5900 (Modelljahr 2012) im Vergleichstest


Ghost AMR Plus 5900 (Modelljahr 2012) im Vergleich mit anderen Produkten

29.06.2012
Autor: Chris Pauls
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe /2012