Mountainbikes im Test

Testbericht: Fuji Auric 27.5 1.3 (Modelljahr 2016)

MountainBIKE Fuji Auric 27.5 1.3
Foto: Drake Images
Wuselig im Handling, flink im Vortrieb und geschickt beim Klettern – das ungewöhnliche Fuji Auric 27.5 1.3 hat Talente. Bergab bremsen das (zu) quirlige Handling und Detailschwächen. In Summe eher ein All-Mountain.
Zu den getesteten Produkten

Was uns gefällt

  • Flott im Antritt, leichtfüßig
  • Hochwertige Federelemente

Was uns nicht gefällt

  • Geo für ein Enduro kurz/steil
  • Teils unglückliche Parts

MOUNTAINBIKE Logo Testurteil

Testurteil gut

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Mach’ mit! Der Enduro-Trend befeuert auch Hersteller, die sich sonst vornehmlich im CC-Segment ihre Meriten verdienen. Fuji etwa.

Das taufrische Fuji Auric 27.5 1.3 fällt auf: Das hintere Heckgelenk thront mittig in der Kettenstrebe – eine ungewöhnliche Mixtur aus Viergelenker und VPP-Kinematik, die bei der Schwestermarke Breezer erfolgreich debütierte.

Gewicht spart’s wohl nicht: Mit 3560 g ist der Alu-Rahmen des Fuji Auric 27.5 1.3 eher schwer, das Gesamtgewicht Mittelmaß. Dennoch gehört das Fuji Auric 27.5 1.3 in Sachen Vor- und „Auftrieb“ zur Testspitze.

Speziell die leichten Laufräder mit (zu!) touriger Bereifung drücken aufs Tempo, der recht ruhige Hinterbau sorgt für ungebremsten Kraftfluss, die Tretposition gefiel uns trotz eher flachen Sitzwinkels und höherer Front.

 

MountainBIKE Fuji Auric 27.5 1.3 hinteres Gelenk
Foto: Drake Images Beim Fuji Auric 27.5 1.3 sitzt das hintere der vier Gelenke mittig in der Kettenstrebe. In der Praxis funktioniert die ungewöhnliche Kinematik gut, am Testbike war aber leider kein Strebenschutz verbaut. Die Folge? Unansehnlich ...

Bergab ist’s mit der Enduro-Herrlichkeit aber vorbei: Speziell im verblockten Terrain ähnelt das Fuji Auric 27.5 1.3 mehr einem AM als einem aktuellen 160-mm-Fully. Schuld trägt vor allem die Geometrie mit im Vergleich sehr steilem Lenkwinkel und kurzem Radstand – wuselige Agilität gibt es im Überfluss, satte Laufruhe kaum, obgleich die Fox-Gabel brilliert.

Die Heckfederung agiert aufmerksam, rauscht jedoch ab und an unvermittelt durch den Hub. Auch das kostet Bergabpotenz, ebenso wie die zu kleine Bremsscheibe vorne und der zwar breite, aber wenig ergonomische Lenker.

Technische Daten des Test: Fuji Auric 27.5 1.3

Modelljahr: 2016
Preis: 4499 Euro
Gewicht: 13,4 kg
Rahmengewicht: 3560 g
Federgabel (Gewicht): 1987 g
Vertriebsweg: Fachhandel
Verfügbare Rahmenhöhen: S, M, L, XL
Getestete Rahmenhöhe: M
Rahmenmaterial: Aluminium
Federgabel: Fox 36 Float Factory
Federweg: 160 mm
Federbein: Fox Float DPS EVOL Factory
Federweg: 160 mm
Schaltwerk: Sram X1
Schalthebel: Sram X1 (1 x 11)
Kurbel: Oval Concepts M610
Umwerfer: -
Bremse: Shimano XT
Bremsen-Disc vorne: 180 mm
Bremsen-Disc hinten: 180 mm
Sattelstütze: Kind Shock LEV Integra (Vario)
Laufräder: DT Swiss M1700 Spline Two
Laufradgröße: 27,5 ''
Reifen: Schwalbe Nobby Nic TLE 2,35"
Testurteil: Gut (186 Punkte)

Fazit:

Wuselig im Handling, flink im Vortrieb und geschickt beim Klettern – das ungewöhnliche Fuji Auric 27.5 1.3 hat Talente. Bergab bremsen das (zu) quirlige Handling und Detailschwächen. In Summe eher ein All-Mountain.

Fuji Auric 27.5 1.3 (Modelljahr 2016) im Vergleichstest

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Fuji Auric 27.5 1.3 (Modelljahr 2016) im Vergleich mit anderen Produkten

04.03.2016
Autor: André Schmidt
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe /2016