Mountainbikes im Test

Testbericht: Drössiger MTA 1.3

Drössiger MTA 1.3
Foto: Benjamin Hahn
Mit Vortriebswillen und Wendigkeit punktet das MTA. Weniger gut: ungünstiges Cockpit, nervöses Handling und bockiger Hinterbau.
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Was uns gefällt

  • Teils exzellente Parts
  • Guter Vorwärtsdrang

Was uns nicht gefällt

  • Nervöses Handling
  • Hinterbau-Performance

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Testurteil gut

Shimano-XT-Antrieb, fesche Systemlaufräder, bewährte Reba-Gabel und standfeste Bremsen: Die Zutaten des MTA sind bis auf die billigen, harten Schwalbe-Reifen auf den ersten Blick perfekt aufs Tourenvergnügen abgestimmt. Beim Aufsatteln indes irritiert das Cockpit, der Vorbau ist lang, der Lenker mit 660 mm an der Breitenuntergrenze. Zusammen mit dem zu steilen Lenkwinkel mangelt es dem eigentlich agilen Handling an Präzision, fast nervös flirrt das Drössiger über den Trail. Auch im schroffen Bergab-Gelände gerät es früh an seine Grenzen, der stockende, oft verhärtende Hinterbau verstärkt das unruhige Handling noch.

Immerhin: Der Vortriebselan in der Ebene gefällt, die leicht gestreckte Position sorgt für Schwung – wenngleich erneut der wippende, dennoch traktionsschwache Hinterbau nervt – der güns­tigere DT-Dämpfer harmoniert nicht mit der MTA-Kinematik. Steifigkeiten und Gewicht ragen nicht heraus, liegen aber durchaus im grünen Bereich.

Technische Daten des Test: Drössiger MTA 1.3

Preis: 1999 Euro
Gewicht: 12,9 kg
Rahmengewicht: 3000 g
Federgabel (Gewicht): 1687 g
Vertriebsweg: Fachhandel
Rahmenhöhen: 16/17,5/19/21,5 ''
Getestete Rahmenhöhe: 19 ''
Rahmenmaterial: Aluminium
Lenkwinkel: 70,5 °
Sitzwinkel: 72,5 °
Sitzrohr: 481 mm
Oberrohr: 592 mm
Steuerrohr: 130 mm
Radstand: 1094 mm
Tretlagerhöhe: 328 mm
Federgabel: Rock Shox Reba RL
Federweg getestet: 120 mm
Federbein: DT Swiss M210
Federweg getestet: 120 mm
Schaltwerk: Shimano XT
Schalthebel: Shimano SLX
Kurbel: Shimano XT
Umwerfer: Shimano XT
Bremse: Avid Elixir 5
Bremsen-Disc vorne: 185 mm
Bremsen-Disc hinten: 185 mm
Laufräder: Fulcrum Red Metal 5 (System)
Reifen: Schwalbe Nobby Nic Perf. 2,25“

Fazit:

Mit Vortriebswillen und Wendigkeit punktet das MTA. Weniger gut: ungünstiges Cockpit, nervöses Handling und bockiger Hinterbau.

Drössiger MTA 1.3 im Vergleichstest


Drössiger MTA 1.3 im Vergleich mit anderen Produkten

09.08.2011
Autor: André Schmidt/Florian Storch
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe /2011