Mountainbikes im Test

Testbericht: Cube Stereo Super HPC SLT (Modelljahr 2013)

In MountainBIKE 1112: 5 Luxus-Mountainbikes im Test
Foto: Ralph Klohs
Leichtfüßig und antriebsneutral rast das neue Stereo bergauf und geht zudem ausgewogen bergab. Mit dem Topmodell SLT bricht Cube sämtliche Gewichtsrekorde und bietet einen faszinierenden Mix aus All-Mountain- und Marathon-Fully – somit knapp „überragend“.
Zu den getesteten Produkten

Was uns gefällt

  • Tritteffiziente Sitzposition
  • Ausgewogene Geometrie
  • Marathon-tauglich

Was uns nicht gefällt

  • Zu straffes Fahrwerk

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Testurteil überragend

Der komplett neu entwickelte Stereo-Carbon-Rahmen mit Kohlefaser-Wippe spricht Klartext: Leichtbau lautet die Devise. Man könnte gar von Leichtsinn sprechen, betrachtet man die verbaute AX-Lightness-Sattelstütze und den filigranen, aber auch scharfkantigen Carbon-Sattel. Leichte Tune-Teile sowie Carbon-Laufräder dürfen da natürlich nicht fehlen. Und: Diese munitioniert Cube an der neuen 160-mm-Waffe in Laufradgröße 27,5".

Auch im MountainBIKE-Labor beeindruckt der 7700 Euro teure Luxusartikel: 2163 g bringt der federleichte Carbon-Rahmen mit Dämpfer auf die Waage und lässt mit einer Lenkkopfsteifigkeit von 70 Nm/° sogar so manches Cross-Crountry-Fully alt aussehen. In Summe wiegt das Stereo nur 10,4 Kilo – Klassenbester!

In freier Wildbahn strebt das Leichtgewicht entsprechend flink voran, lässt sich mit leichter Nobby-Nic-Pacestar-Bereifung willig beschleunigen und sorgt mit tritteffizienter Sitzposition für Schub auf Racefully-Niveau. Egal wie stark die Kette am Hinterbau zieht, das antriebsneu­trale Heck bleibt ruhig. Kein Zweifel: Das Stereo wurde auf Vortrieb getrimmt.

 

MountainBIKE Luxus Bikes - Cube Stereo Super HPC SLT
Federkennlinien: Der Hinterbau im Cube zeigte sich in der Praxis sehr straff. Auch die Kennlinie aus dem Labor verrät, dass die Gabel bei gleichem Kraftaufwand mehr Federweg freigibt. Doch auch die Fox-Talas-Gabel reagierte auf dem Trail nicht sehr feinfühlig.

So sehr sogar, dass die Tester bei Unebenheiten etwas die Traktion am Hinterbau vermissten. Doch bei Wiegetrittattacken zeigt sich das leichtfüßige Cube spritzig, bleibt an steilen Anstiegen artig mit der Front am Boden und befördert den Fahrer rasend schnell zum Gipfelglück.

Selbstsicher zeigt es sich auch in der Abfahrt. Mit flachem 66°-Lenkwinkel, langem Radstand und 445-mm-Kettenstreben prescht es über die Trails. Dank Leichtbau und ausgewogener Geometrie geht das Stereo dennoch zackig um Kurven und hebt bei Bunny-hops wohlwollend vom Boden ab. Leider zeigt sich der Hinterbau auch bergab etwas straff und spricht auf kleine Unebenheiten unsensibel an.

Auch die fehlende Vario-Stütze und der scharfkantige Sattel hemmen den Spaß, letzterer birgt sogar Verletzungsgefahr. Gut, dass Cube optional und zum selben Preis die Vario-Stütze Rock Shox Reverb mit gepolstertem Sattel anbietet. Mehrgewicht, das sich lohnt.

Technische Daten des Test: Cube Stereo Super HPC SLT

Modelljahr: 2013
Preis: 7699 Euro
Gewicht: 10,4 kg
Rahmengewicht: 2163 g
Federgabel (Gewicht): 2057 g
Vertriebsweg: Fachhandel
Rahmenhöhen: S/M/L/XL
Getestete Rahmenhöhe: L
Rahmenmaterial: Carbon
Lenkwinkel: 66 °
Sitzwinkel: 74,5 °
Sitzrohr: 518 mm
Oberrohr: 608 mm
Steuerrohr: 119 mm
Radstand: 1191 mm
Tretlagerhöhe: 336 mm
Federgabel: Fox 34 CTD Talas FIT
Federweg: 162 mm
Federbein: Fox Float CTD
Federweg: 162 mm
Schaltwerk: Sram XX
Schalthebel: Sram XX (2 x 10)
Kurbel: Race Face Next SL
Umwerfer: Sram X0
Bremse: Formula R1
Bremsen-Disc vorne: 180 mm
Bremsen-Disc hinten: 180 mm
Laufräder: Tune/Reynolds Carbon
Reifen: Schwalbe Nobby Nic 2,35"

Fazit:

Leichtfüßig und antriebsneutral rast das neue Stereo bergauf und geht zudem ausgewogen bergab. Mit dem Topmodell SLT bricht Cube sämtliche Gewichtsrekorde und bietet einen faszinierenden Mix aus All-Mountain- und Marathon-Fully – somit knapp „überragend“.

Cube Stereo Super HPC SLT (Modelljahr 2013) im Vergleichstest


Cube Stereo Super HPC SLT (Modelljahr 2013) im Vergleich mit anderen Produkten

26.11.2012
Autor: Chris Pauls
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe /2012