Mountainbikes im Test

Testbericht: Centurion Trailbanger 2000.27 (Modelljahr 2016)

MountainBIKE Centurion Trailbanger 2000.27
Foto: Stefan Eigner
Hui, da ist Centurion aber eine fulminante Downhill-Waffe gelungen. Rockt das Centurion Trailbanger 2000.27 den Test?
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Testurteil sehr gut

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Ein Jahr Auszeit, jetzt ist das Trailbanger von Centurion zurück – und wie! Härter, abfahrtslastiger und kompromissloser als je zuvor, stellt sich das Centurion Trailbanger 2000.27 mit Freude seinem klaren Baller-Auftrag.

Das Centurion Trailbanger 2000.27 zieht den Trend zum flachen Lenkwinkel und kurzen Kettenstreben extrem konsequent durch. Um die Kettenstreben auf 426 mm zeichnen zu können, setzen die Ingenieure erstmals auf einen Viergelenker-Hinterbau. Auch der Pedalrückschlag soll damit minimiert werden.

Fast 14 Kilo Gesamtgewicht sind in Zeiten bergaufüchtiger Enduros nicht wenig, gleichzeitig aber auch wenig verwunderlich: Allein der Alu-Rahmen wiegt stolze 3590 Gramm, und die Anbauteile sind dem groben Einsatzzweck entsprechend gewählt.

 

MountainBIKE Centurion Trailbanger 2000.27 Boost-Achse
Foto: Benjamin Hahn Passend zum Einsatzgebiet: Das neue Centurion Trailbanger 2000.27 ist mit den neuen, breiteren Boost-Achsen ausgestattet – was Stabilität bringt.

Auf dem Trail wird augenblicklich klar, dass Downhill die Paradedisziplin des Centurion Trailbanger 2000.27 ist. Der flache Lenkwinkel sorgt für viel Rad „vor dem Fahrer“. Das macht das Handling äußerst laufruhig und sicher, selbst in extremen Situationen lässt sich das Centurion Trailbanger 2000.27 nicht aus der Ruhe (langer Reach!) bringen.

Die ist nötig, denn das satt liegende Centurion Trailbanger 2000.27 donnert extrem rasant gen Tal, die Fox-Federelemente verrichten unauffällig, aber eher straff ihren Job. Freunde agiler Fronten kommen hier nicht auf ihre Kosten, die Kontrolle erfolgt überwiegend über das Heck. Wenn man sich mit dieser Eigenart angefreundet hat, ist das Centurion Trailbanger 2000.27 aber nicht mehr aufzuhalten.

 

MountainBIKE Centurion Trailbanger 2000.27 Vorbau
Foto: Benjamin Hahn Speziell: Nicht nur die Geometrie zeichnet Centurion extrem. Auch der Vorbau ist äußerst kurz und macht das Handling sehr direkt.

Runter ballern, berghoch schieben? Nix da: Zwar schreckt das hohe Gewicht vorm Uphill eher ab, doch der Hinterbau wippt kaum. Traktionsstark marschiert das Centurion Trailbanger 2000.27 somit erstaunlich willig aufwärts.

Gerade Enduristen mit Liebe zum Bikepark dürften sich an der exorbitanten Laufruhe ergötzen. Dass harte Wendemanöver „über das Hinterrad“ gesteuert werden, werden sie deshalb auch nicht als Manko betrachten, sondern als Besonderheit.

Technische Daten des Test: Centurion Trailbanger 2000.27

Modelljahr: 2016
Preis: 3999 Euro
Gewicht: 13,9 kg
Rahmengewicht: 3090 g
Federgabel (Gewicht): 2001 g
Vertriebsweg: Fachhandel
Verfügbare Rahmenhöhen: 43, 48, 53 cm
Getestete Rahmenhöhe: 48 cm
Rahmenmaterial: Aluminium
Federgabel: Fox 36 Float Perf
Federweg: 170 mm
Federbein: Fox Float Perf.
Federweg: 165 mm
Schaltwerk: Sram X1
Schalthebel: Sram X1
Kurbel: Sram GX 1400 Boost
Umwerfer: -
Bremse: Sram Guide R
Bremsen-Disc vorne: 200 mm
Bremsen-Disc hinten: 180 mm
Sattelstütze: Rock Shox Reverb Stealth (Vario)
Laufräder: Sram MTH 716 u. 746/Alex Volar 2.7
Laufradgröße: 27,5 ''
Reifen: Schwalbe M. Mary/H. Dampf TLE 2,35"
Testurteil: Sehr gut (209 Punkte)

Fazit:

Was ein Geschoss! Das Centurion Trailbanger 2000.27 befriedigt alle Bedürfnisse abfahrtsaffiner Enduristen – und es klettert auch noch manierlich.

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Centurion Trailbanger 2000.27 (Modelljahr 2016) im Vergleich mit anderen Produkten

06.10.2015
Autor: Max Hilger
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe /2015