Mountainbikes im Test

Testbericht: Centurion Numinis Float 3

Fullys im Einzeltest - Centurion Numinis Float 3
Foto: Manfred Stromberg
Das Centurion Numinis Float 3 basiert auf einem steifen und robusten Aluminium-Chassis. Die quirlige Geometrie sorgt für Leichtfüßigkeit. Den Shimano-Bremsen fehlt es dagegen an Kraft und die Federkennlinie der Gabel ist zu linear.
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Was uns gefällt

  • Steifes, robustes Aluminium-Chassis
  • Leichtfüßigkeit durch quirlige Geometrie und antriebsneutralem Hinterbau

Was uns nicht gefällt

  • Gabel mit zu linearer Federkennlinie
  • Schwache Shimano-Bremsen und unergonomisch geformter Lenker

Mit einem neuen Hinterbau-Sys­tem steht die Tourenfully-Baureihe Numinis 2011 am Start. Entwicklungsziele? Die Federung sensibler machen und die Wartungs- und Servicefreundlichkeit deutlich verbessern.

Der bisher eingesetzte LRS-Hinterbau erlaubte zwar zwei tourenfreundliche Flaschenhalter, erforderte aber auch ein spezielles Federbein. Der neue Heilsbringer nennt sich "Float Link": Schwinge und Wippe steuern ein DT-Federbein mit Standardmaßen an. Diese "schwimmende" Lagerung soll hohe Antriebsneutralität sichern.

Tatsächlich legt das Numinis, unterstützt vom meist ruhigen Hinterbau, der nur im kräftigen Wiegetritt störend wippt, beherzt los. Die 120-Millimeter-Kinematik klettet den Hinterreifen auch auf ruppige Uphills – prima, so nutzt der Fahrer die sportliche Sitzposition zum effektiven Gipfelsturm. Auch auf dem Trail verführt das Centurion mit agilem Handling zum Gasgeben, steht das steife Chassis stabil.

Im Downhill erfährt der Numinis-Fahrer aber eine Entschleunigung. Die hohe Wendigkeit fordert Engagement am Volant, zudem produzieren hohes Tretlager und Front (Steuersatz-Spacer, stark gekröpfter Lenker) ein stelziges Fahrgefühl. Auch nutzt das Heck nicht den kompletten Federweg. Schließlich zwingen schwache Shimano-Bremsen und die zu lineare Gabel zu erhöhter Aufmerksamkeit. Die Uphill-Affinität des Numinis und die solide SLX-Bestückung stehen für ein bezahlbares Rad für entspannte Touren.

Technische Daten des Test: Centurion Numinis Float 3

Preis: 1.849 Euro
Gewicht: 13 kg
Vertriebsweg: Händler
Rahmenhöhen: 41, 46, 51, 56 cm
Getestete Rahmenhöhe: 46 cm
Rahmenmaterial: Aluminium
Lenkwinkel: 68 °
Sitzwinkel: 73 °
Sitzrohr: 458 mm
Oberrohr: 592 mm
Steuerrohr: 126 mm
Radstand: 1.112 mm
Tretlagerhöhe: 340 mm
Federgabel: Suntour Epicon L0D
Federweg getestet: 120 mm
Federbein: DT Swiss M210
Federweg getestet: 120 mm
Schaltwerk: Shimano SLX
Schalthebel: Shimano SLX
Kurbel: Shimano SLX
Umwerfer: Shimano SLX
Bremse: Shimano M-445/505
Bremsen-Disc vorne: 180 mm
Bremsen-Disc hinten: 160 mm
Laufräder: Mavic Crossride (System)
Reifen: Schwalbe Nobby Nic Evo/ Rocket Ron Evo 2,25''

Fazit:

Das Centurion Numinis Float 3 basiert auf einem steifen und robusten Aluminium-Chassis. Die quirlige Geometrie sorgt für Leichtfüßigkeit. Den Shimano-Bremsen fehlt es dagegen an Kraft und die Federkennlinie der Gabel ist zu linear.

Centurion Numinis Float 3 im Vergleichstest


Centurion Numinis Float 3 im Vergleich mit anderen Produkten

11.10.2011
Autor: Florian Storch
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe /2011