E-Mountainbike im Test

Testbericht: Centurion Numinis E 2000 (Modelljahr 2015)

MountainBIKE Centurion Numinis E 2000
Foto: Det Göckeritz
Mehr Rouleur denn Downhill-Geschoss. Dem Centurion Numinis E 2000 fehlen fürs Grobe die Federwegsreserven und die Bremspower. Das leichteste Bike im Test macht aber auf leichten Trails und flotten Touren eine top Figur.
Zu den getesteten Produkten

Was uns gefällt

  • Durchdachte Parts
  • Wendige Geometrie

Was uns nicht gefällt

  • Fahrwerk fehlen Reserven
  • Bremsen etwas schwach

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Testurteil sehr gut

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Mit der großzügig übersetzten Sram-1 x 11-Schaltung, seinen leichten DT-Swiss-Laufrädern und der schnellen Schwalbe-Bereifung setzt sich das Centurion Numinis E 2000 in Sachen Gewicht an die Spitze des Testfelds und erweist sich als flinkes 120-mm-Touren-E-Bike.

Weniger überzeugend sind Federgabel und der Dämpfer am Hinterbau, die beide bei Lastspitzen durchschlagen. Immerhin geht dabei nichts kaputt, da in den Federelementen Hartgummis als Anschlagschutz verbaut sind.

Die Shimano-SLX-Bremsen mit 180-mm-Discs sind in einem E-Mountainbike überfordert. Dadurch und mit seinen Fahrwerksschwächen verschenkt das Centurion Numinis E 2000 viel von seinem großen Potenzial. Denn die Geometrie ist äußerst gelungen.

 

MountainBIKE Centurion Numinis E 2000 Schalter am Lenker
Foto: Det Göckeritz Am Lenker des Centurion Numinis E 2000 befindet sich ein Schalter, über den der Unterstützungsmodus gewählt werden kann – hier der Remote des Bosch-Motors.

Wendig und sicher zirkelt das Centurion Numinis E 2000 über Trails, lässt sich dank komfortablem Cockpit sicher kontrollieren. Die 120-mm-Federung an Heck und Front sorgt, trotz der fehlenden Reserven, für ein harmonisches Zusammenspiel aus Komfort und Antriebseffizienz.

Vortriebsstark ist das leichte Centurion Numinis E 2000 auch auf der Ebene. Zudem harmoniert der sehr gut abgestimmte Bosch-Motor perfekt mit dem 1 x 11-Sram-X01-Antrieb.

Es gibt kaum einen Berg, der mit dem Centurion Numinis E 2000 nicht bezwungen werden kann.

Technische Daten des Test: Centurion Numinis E 2000

Preis: 4149 Euro
Preis Ersatz-Akku: 769 Euro
Gewicht: 19,9 kg
Gewicht Akku: 2,4 kg
Zul. Gesamtgewicht: 140 kg
Vertriebsweg: Fachhandel
Rahmenhöhen: S, M, L, XL
Getestete Rahmenhöhe: M
Federgabel: Rock Shox Reba RL
Federweg: 120 mm
Federbein: Rock Shox Monarch RL
Federweg: 120 mm
Schaltwerk: Sram X01
Schalthebel: Sram X01 (1 x 11)
Motor: Bosch-Mittelmotor (PL), 250 Watt
Akku: 400 Wh Li-Ion (36 V/11 Ah)
Bremse: Shimano SLX
Bremsen-Disc vorne: 180 mm
Bremsen-Disc hinten: 180 mm
Laufräder: DT Swiss XR 1501 Spline
Laufradgröße: 27,5 ''
Reifen: Schwalbe Rocket R./ Racing R. 2,25"

Fazit:

Mehr Rouleur denn Downhill-Geschoss. Dem Centurion Numinis E 2000 fehlen fürs Grobe die Federwegsreserven und die Bremspower. Das leichteste Bike im Test macht aber auf leichten Trails und flotten Touren eine top Figur.

Centurion Numinis E 2000 (Modelljahr 2015) im Vergleichstest

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Centurion Numinis E 2000 (Modelljahr 2015) im Vergleich mit anderen Produkten

14.07.2015
Autor: Chris Pauls
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe /2015