Mountainbikes im Test

Testbericht: Centurion Numinis 2000.29 (Modelljahr 2016)

Foto: Drake Images MountainBIKE Centurion Numinis 2000.29
Wer ein richtig schnelles, leichtfüßiges und dennoch kommodes sowie äußerst wendiges Tourenfully sucht, kommt um das Centurion Numinis 2000.29 kaum herum. Im Groben limitieren die Reifen. Der Preis ist heiß!
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Bewertung

Was uns gefällt

Was uns nicht gefällt

  • Reifen unterdimensioniert

Testurteil

Kauftipp Testurteil sehr gut
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Ziemlich beste Freunde ... Das Centurion Numinis gehört seit Jahren zu den Klassikern im Tourenfully-Kreis, ist bei Kunden wie Testern beliebt.

2016 gibt‘s das Centurion Numinis nun sowohl mit 27,5"- wie mit 29"-Rädern – je nach Fahrergröße und -geschmack, wobei das Centurion Numinis 2000.29 mehr auf den Langstrecken-Fan abzielt. Wie das Centurion Numinis 2000.29 überhaupt klassische Tourenfully-Tugenden mit der Leichtfüßigkeit eines Marathon-Bikes mixt.

So sind da einerseits der steife, robuste Alu-Rahmen, die bequem-kompakte Sitzposition und die Shimano-XT-Ausstattung (mit sehr alpenfreundlichen 33 Gängen!). Dem gegenüber stehen das recht geringe Gewicht und die sehr leichte, entsprechend vortriebsorientierte Bereifung – die im Groben aber den (Bergab-)Spaß limitiert.

Foto: André Schmidt MountainBIKE Centurion Numinis 2000.29 Reifen

Das Centurion Numinis 2000.29 ist ein toller Tourer – nur „unterbereift“. Schwalbes Rocket Ron (v.) und Racing Ralph (h.) bieten weniger Grip als der obligatorische Nobby Nic, zudem ist die zarte Liteskin-Karkasse („LS“) pannenanfällig.

Den macht das Centurion Numinis 2000.29 sonst in fast allen Biker-Lagen. Herrlich drehfreudig surrt das Centurion Numinis 2000.29 über den Trail, swingt beschwingt von Kurve zu Kurve, wird erst bei sehr schneller Fahrt durch den kurzen Schnitt der Geometrie eine Prise nervös.

Auch das Fahrwerk überzeugt: Der Extra-Zentimeter Federweg an der Front ist positiv spürbar, die Hinterradfederung macht, was sie soll: Bergauf wippt sie nur im Wiegetritt minimal, generiert viel Traktion. Bergab spricht der schwimmend gelagerte Mehrgelenker aktiv an, bleibt stabil im mittleren Federwegsbereich, nutzt den Hub freudig aus.

Technische Daten des Test: Centurion Numinis 2000.29

Modelljahr: 2016
Preis: 2799 Euro
Gewicht: 12,8 kg
Rahmengewicht: 3010 g
Federgabel (Gewicht): 1789 g
Vertriebsweg: Fachhandel
Verfügbare Rahmenhöhen: 41, 46, 51, 56, 61 cm
Getestete Rahmenhöhe: 46 cm
Rahmenmaterial: Aluminium
Federgabel: Fox 32 Float Performance
Federweg getestet: 130 mm
Federbein: Fox Float DPS Performance
Federweg getestet: 120 mm
Schaltwerk: Shimano XT
Schalthebel: Shimano XT (3 x 11)
Kurbel: Shimano XT
Umwerfer: Shimano XT
Bremse: Shimano SLX
Bremsen-Disc vorne: 180 mm
Bremsen-Disc hinten: 180 mm
Sattelstütze: Procraft SP-369
Laufräder: Fulcrum Red Power
Laufradgröße: 29 ''
Reifen: Schwalbe R. Ron/R. Ralph LS 2,25"
Testurteil: Sehr gut (209 Punkte)

Fazit

Wer ein richtig schnelles, leichtfüßiges und dennoch kommodes sowie äußerst wendiges Tourenfully sucht, kommt um das Centurion Numinis 2000.29 kaum herum. Im Groben limitieren die Reifen. Der Preis ist heiß!

19.04.2016
Autor: André Schmidt
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe /2016