Mountainbikes im Test

Testbericht: Centurion Numinis 1000 (Modelljahr 2017)

MOUNTAINBIKE Centurion Numinis 1000
Foto: Benjamin Hahn
Das flotte, handliche, vortriebswillige Centurion Numinis 1000 empfiehlt sich für alle (gerne langen) Touren, auf denen das Trail-Erlebnis nicht im Vordergrund steht. Im groben Gelände limitieren Parts und Federelemente.
Zu den getesteten Produkten

Was uns gefällt

  • Flott, vortriebsstark
  • Agil-wendiges Handling

Was uns nicht gefällt

  • Fahrwerk nicht ideal
  • Im Groben wenig Reserven

MOUNTAINBIKE Logo Testurteil

Testurteil gut

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Gleich in drei Varianten umgarnt das Centurion Numinis den Käufer: als Carbon-Racer mit 100-mm-Fahrwerk, als Touren-Carboni mit mehr Hub und als Alu-Fully mit 130/120-mm-Fahrwerk. Die sportlichen Gene ziehen sich durch die ganze Familie, schnelle Rouleure sind sie alle.

Auch das Centurion Numinis 1000 empfängt seinen Rider mit (gemessen an der Rahmengröße) sportlicher, dennoch komfortabler Sitzposition – auch wenn uns der stark zurückgebogene Lenker wenig zusagte.

 

MOUNTAINBIKE Centurion Numinis 1000 Kettenblatt
Foto: Benjamin Hahn Top zum Klettern: Centurion verbaut kleine Kettenblätter mit 34/24 Zähnen.

Mit 13,8 Kilo ist das Centurion Numinis 1000 noch gerade leicht genug für engagierte Antritte, die leichte Laufrad-Reifen-Kombi macht dabei mächtig Dampf, das agilwendige Handling gefällt. Der mehrgelenkige Hinterbau bleibt beim Pedalieren im Sitzen schön straff, unrhythmisches Treten im Wiegetritt quittiert er jedoch mit starkem Auf und Ab.

 

MOUNTAINBIKE Centurion Numinis 1000 Suntour-Dämpfer
Foto: Benjamin Hahn Rebound-Rad und Hebelage am Suntour- Dämpfer sind schwer erreichbar.

Bergab agiert das SR-Suntour-Federbein ähnlich: anfänglich sensibel, rauscht es durch den mittleren Hub schnell durch, wird zum Ende hin arg progressiv. Da auch die billige Sektor-Gabel bei schneller Fahrt hölzern wirkt, fehlt es dem Fahrwerk abseits von Schotterpisten an Schluckfreude. Die rutschigen Reifen und die wenig bissigen Shimano-Bremsen werden Trail-Artisten ebenfalls nicht genügen.

Bar jeder Kritik ist dafür die Shimano SLX/XT-Schaltung mit kletterfreundlicher Übersetzung.

Technische Daten des Test: Centurion Numinis 1000

Modelljahr: 2017
Preis: 1999 Euro
Gewicht: 13,8 kg
Rahmengewicht: 3200 g
Federgabel (Gewicht): 2245 g
Gewicht Laufräder: 4428 g
Vertriebsweg: Fachhandel
Verfügbare Rahmenhöhen: 38, 43, 48, 53, 58 cm
Getestete Rahmenhöhe: 43 cm
Rahmenmaterial: Aluminium
Lenkkopfsteifigkeit: 85,7 Nm/°
Federgabel: Rock Shox Sektor Silver RL Remote
Federweg getestet: 130 mm
Federbein: SR Suntour Duair
Federweg getestet: 120 mm
Gänge und Übersetzung: 2 x 11: 34/24 Zähne vorne, 11–42 Zähne hinten
Schaltwerk: Shimano XT
Schalthebel: Shimano SLX
Kurbel: Shimano SLX
Umwerfer: Shimano SLX
Bremse: Shimano M506/M447
Bremsen-Disc vorne: 180 mm
Bremsen-Disc hinten: 180 mm
Sattelstütze: Procraft
Vorbau: Procraft 65 mm
Lenker: Procraft 760 mm
Naben: Procraft+Shimano Deore
Felgen: Jalco SHL26
Laufradgröße: 29 ''
Reifen: Maxxis Ikon 2,25"
Testurteil: Gut (189 Punkte)

Geometrie

Bike-Profil


Centurion Numinis 1000 (Modelljahr 2017) im Vergleichstest


Centurion Numinis 1000 (Modelljahr 2017) im Vergleich mit anderen Produkten

06.06.2017
Autor: André Schmidt
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe /2017