Mountainbikes im Test

Testbericht: Centurion No Pogo Carbon 3000.27 (Modelljahr 2017)

Foto: Dennis Stratmann MOUNTAINBIKE 1216 Centurion No Pogo Carbon 3000.27 Fahrbild
Centurion bietet mit dem Centurion No Pogo Carbon 3000.27 ein leichtes, hochwertig ausgestattetes, agiles und dennoch potentes All-Mountain-Fully, das uns MOUNTAINBIKE-Tester genauso überzeugte wie unseren Leser Ercan.
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Vor 20 Jahren kam das Centurion No Pogo erstmals auf den Markt, revolutionierte damals das Fully-Design. Jetzt strahlt das inzwischen auf 27,5"-Pneus rollende Centurion No Pogo Carbon 3000.27 erstmals mit hochwertigem Voll-Carbon-Rahmen.

150 mm Federweg arbeiten mittlerweile an Front und Heck des Klassikers – voll im All-Mountain-Segment. Das Rock-Shox-Federbein wird über einen mehrfach abgestützten Eingelenker-Hinterbau angelenkt. Eine Rock-Shox-Pike-Gabel werkelt an der Front. Der Aufbau ist mit brandneuer Sram-Eagle-Schaltung (1 x 12), Rock-Shox-Vario-Stütze, Mavic-Laufrädern und hauseigenem Procraft-Cockpit/-Sattel hochwertig.

Besonders gefallen im hochalpinen Gelände hat uns zudem die standfeste Magura-MT-Bremse; der schnelle, aber schwach profilierte und 2,25" schmale Maxxis-Ardent-Reifen passt jedoch weniger in solch schroffes Gelände, wie es in Brixen zum Teil anzutreffen ist.

Sehr effektiv: Das Fahrwerk arbeitet bergauf wie bergab im positiven Sinne unauffällig und komfortabel. Im Uphill gefallen zudem die sportliche Sitzposition sowie das faire Gewicht von 12,3 Kilo.

Bergab fällt das Centurion No Pogo Carbon 3000.27 ebenfalls mit seinem agilen, wendigen Charakter auf: Speziell die mit 428 mm kurz ausfallenden Kettenstreben sorgen für hohen Kurvenspaß, ohne dass die Spurtreue generell leidet.

Foto: Dennis Stratmann MOUNTAINBIKE 1216 Lesertest Porträt Ercan Bilgilioglu-Michelbach

Ercan Bilgilioglu-Michelbach, Wirtschaftsingenieur

Centurion No Pogo Carbon 3000.27: das Leserfazit

„Als Endurist aus dem Mittelgebirge zieht es mich immer wieder in die richtig hohen Berge. Hier in Brixen war ich schon mehrere Male unterwegs. Die Trails sind perfekt für viel Federweg. Dieses Mal wollte ich aber ausprobieren, wie sich ein All-Mountain im Hochgebirge fährt.

Dabei hat mir das neue Centurion No Pogo Carbon 3000.27 wirklich gut gefallen. Die Sitzposition ist sportlich, der Aufbau leicht, und so fuhr es selbst steile Rampen zügig herauf. Das Vorderrad blieb am Boden kleben, das Centurion No Pogo Carbon 3000.27 kletterte fast gämsenartig. Auch die Wendigkeit des Centurion No Pogo Carbon 3000.27 erfüllte voll meine Erwartungen. Besonders die bissige Magura-Bremse gefiel mir gut. Im steilen Gelände rund um Brixen braucht man so was.

In der Abfahrt taugte mir auch das Fahrwerk, obwohl ich etwas mehr Laufruhe vom Enduro-Bike gewohnt bin. Die Maxxis-Ardent-Reifen waren für ruppige Trails aber viel zu schmal.“

Technische Daten des Test: Centurion No Pogo Carbon 3000.27

Modelljahr: 2017
Preis: 5799 Euro
Gewicht: * 12,3 kg
Verfügbare Rahmenhöhen: 38, 43, 48, 53 cm
Getestete Rahmenhöhe: 48 cm
Vertriebsweg: Fachhandel
Rahmenmaterial: Carbon
Laufräder: 27,5 ''

*Herstellerangabe

22.12.2016
Autor: MOUNTAINBIKE
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe /2016