Mountainbikes im Test

Testbericht: Centurion No Pogo 800.27 (Modelljahr 2015)

MountainBIKE Centurion No Pogo 800.27
Foto: Benjamin Hahn
Großer Name, große Erwartungen – das Centurion No Pogo 800.27 kann diesen aber nur bedingt gerecht werden. Einerseits gefällt das wendige Handling, andererseits kosten schwache Anbauteile eine Menge Punkte.
Zu den getesteten Produkten

Was uns gefällt

  • Agiles Handling
  • Steifer Alu-Rahmen

Was uns nicht gefällt

  • Schwächere Ausstattung
  • Unausgeglichenes Fahrwerk

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Testurteil gut

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No Pogo, no Party: Das Kult-Fully scheut 2015 keinen Test, in MountainBIKE 5/15 errang die 3149-Euro-Version den All-Mountain-Testsieg sowie die Note „sehr gut“.

Und das 1999-Euro-Centurion? Bietet zunächst den steifen Alu-Rahmen des Top-Modells und dessen eher entspannte, aufrechte Sitzposition.

Die durchaus täuscht, denn das Centurion No Pogo 800.27 ist bereit für den wilden Ritt! Der Lenkwinkel ist steil gezeichnet, die Kettenstreben kurz – das Centurion No Pogo 800.27 geht herrlich agil um Kurven, sprintet mit Verve auch dank der leichten Laufrad-Reifen-Kombi.

Leider leidet das Centurion No Pogo 800.27 unter seinen teils „billigen“ Anbauteilen, kann seine Fähigkeiten so nicht voll ausspielen. Vor allem die Federelemente bieten für anspruchsvolles Gelände zu wenig Performance.

 

MountainBIKE Centurion No Pogo 800.27 Stütze
Foto: Benjamin Hahn Eine Vario-Stütze erhöht den Trail-Spaß – ist aber in diesem Preissegment nicht Standard. Das Centurion No Pogo 800.27 bietet eine preiswerte Kindshock-Stütze: leider ohne Remote am Lenker und mit etwas Spiel des Tauchrohrs.

So agiert der mehrgelenkige Hinterbau mit Manitou-Federbein zwar aktiv, feinfühlig und traktionsstark – wippt aber bergauf stark und rauscht bergab teilweise durch.

Auch die Suntour-Gabel konnte nicht überzeugen, das optimale Setup war nicht zu ermitteln: Entweder hing der Fahrer zu sehr im Sag, oder die Forke federte zu stramm. Schaltung und Bremsen lassen ebenfalls keine Augen funkeln, siedeln sich im unteren Benotungsdrittel an. Das Gewicht ist durchschnittlich.

Deshalb verdient sich das Centurion No Pogo 800.27 trotz feiner Basis ein „gut“.

Technische Daten des Test: Centurion No Pogo 800.27

Modelljahr: 2015
Preis: 1999 Euro
Gewicht: 13,5 kg
Rahmengewicht: 3110 g
Federgabel (Gewicht): 1868 g
Vertriebsweg: Fachhandel
Verfügbare Rahmenhöhen: 41, 46, 51, 56 cm
Getestete Rahmenhöhe: 46 cm
Rahmenmaterial: Aluminium
Federgabel: SR Suntour Epixon TR
Federweg: 140 mm
Federbein: Manitou Radium Expert
Federweg: 145 mm
Schaltwerk: Shimano SLX
Schalthebel: Shimano Deore (3 x 10)
Kurbel: Shimano M622
Umwerfer: Shimano Deore
Bremse: Shimano Deore
Bremsen-Disc vorne: 180 mm
Bremsen-Disc hinten: 180 mm
Sattelstütze: Kindshock Super Natural (Vario)
Laufräder: Shimano Deore/Alex Volar 2.1
Laufradgröße: 27,5 ''
Reifen: Schwalbe Nobby Nic Perf. 2,35"

Fazit:

Großer Name, große Erwartungen – das Centurion No Pogo 800.27 kann diesen aber nur bedingt gerecht werden. Einerseits gefällt das wendige Handling, andererseits kosten schwache Anbauteile eine Menge Punkte.sinnvoller Ausstattung.

Centurion No Pogo 800.27 (Modelljahr 2015) im Vergleichstest

Test: 9 All-Mountains unter 2.000 Euro Foto: Manfred Stromberg

Test: 9 All-Mountains unter 2.000 Euro

Gibt's in der Preisklasse bis 2.000 Euro schon den vollen All-Mountain-Spaß? MountainBIKE hat neun Fully-MTBs mit Federwegen zwischen 140 und 150 Millimetern getestet.


Centurion No Pogo 800.27 (Modelljahr 2015) im Vergleich mit anderen Produkten

05.08.2015
Autor: Max Hilger
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe /2015