Mountainbikes im Test

Testbericht: Centurion No Pogo 2000.27 (Modelljahr 2017)

MOUNTAINBIKE Centurion No Pogo 2000.27
Foto: Benjamin Hahn
Das Centurion No Pogo 2000.27 punktet als solider, viel Fahrsicherheit gebender, forsch rollender Allrounder. In Summe ist es dennoch etwas unrund, was einigen Parts (Reifen, Cockpit) geschuldet ist.
Zu den getesteten Produkten

Was uns gefällt

  • Laufruhig und fahrstabil
  • Nicht leicht, aber flott

Was uns nicht gefällt

  • Handling etwas sperrig
  • Reifen nicht optimal am AM

MOUNTAINBIKE Logo Testurteil

Testurteil gut

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Was dem Ami sein Stumpjumper, ist dem Teutonen das No Pogo. Ein MTB-Meilenstein, den anno 1996 die gesamte Geländeradsportgemeinde begehrte. Denn während die meisten Fullys noch wie Pogosticks durchs Unterholz hüpften, war das No Pogo wippfrei. Naja, halbwegs zumindest ...

Inzwischen ist das Schwaben-Fully mit 150/145 mm Federweg fest im AM-Segment verankert, mit treuer Fan-Schar gesegnet. Klar, bietet es doch bewährte All-Mountain-Kost. Als da wären: ein bocksteifer Alu-Rahmen, Fox-Federelemente und ein Shimano-SLX/XT-Antriebsmix mit 2 x 11 Gängen. Bremsen? Auch SLX, auch gut.

 

MOUNTAINBIKE Centurion No Pogo 2000.27 Fox-Federbein
Foto: André Schmidt Das Fox-Federbein am Centurion No Pogo 2000.27 ist „schwimmend gelagert“, wird von oben und von unten (Bild) gedrückt.

Die zumeist außen liegenden Züge sind nur ein optischer Makel, erleichtern dafür die Wartung. Nicht glücklich wurden wir allein mit dem Cockpit. Der längere 70-mm-Vorbau und der hochgezogene Rizer-Lenker spielten nicht gut mit dem superflachen 65,5°-Lenkwinkel (laut Centurion sollen es eigentlich 67° sein) und dem üppigen Radstand unseres Testbike zusammen.

Im Vergleich zur Konkurrenz wirkt das Centurion No Pogo 2000.27 einen Tick zu sperrig, etwas indirekt im Handling. Es braucht einfach höheren Speed, damit es sich willig in die Kurve legt, sich punktgenau steuern lässt. Dann scheut das Centurion No Pogo 2000.27 auch grantiges Gelände nicht, verwöhnt mit viel Laufruhe – Länge läuft halt.

Die seriös arbeitende Fox-Rhythm-Gabel trägt ebenfalls zur ruhigen Fahrt bei, während der feinfühlige Hinterbau des Centurion No Pogo 2000.27 den Hub fast zu durstig wegschlürft. Das vermittelt Komfort, stibitzt dem Könner jedoch die Reserven.

 

MOUNTAINBIKE Centurion No Pogo 2000.27 Sattelstütze
Foto: André Schmidt Etwas unhübsch: Als einziges Bike im Test besitzt das Centurion No Pogo 2000.27 keine Vario-Sattelstütze mit interner Zuganlenkung.

Und hochzu? Da ist das Centurion No Pogo 2000.27 mit 14 Kilo kein Leichtgewicht, dafür rollt es jedoch flott. Verdienst der zentralen Sitzposition, des zumeist wippfreien Hecks sowie der rollfreudigen Maxxis-Ardent-Pneus. Die würden einem Tourenfully dennoch besser stehen, im Trail-Twist nervten sie uns mit einigen Plattfüßen sowie überschaubarem Grip.

Technische Daten des Test: Centurion No Pogo 2000.27

Modelljahr: 2017
Preis: 2799 Euro
Gewicht: 14,0 kg
Rahmengewicht: 3380 g
Gabel (Gewicht): 1936 g
Gewicht Laufräder: 4711 g
Vertriebsweg: Fachhandel
Verfügbare Rahmenhöhen: 38, 43, 48, 53 cm
Getestete Rahmenhöhe: 48 cm
Rahmenmaterial: Aluminium
Lenkkopfsteifigkeit: 97,1 Nm/°
Federgabel: Fox 34 Rhythm Boost
Federweg getestet: 150 mm
Federbein: Fox Float DPS Performance
Federweg getestet: 145 mm
Gänge und Übersetzung: 2 x 11: 36/26 Zähne vorne, 11–42 Zähne hinten
Schaltwerk: Shimano XT
Schalthebel: Shimano SLX
Kurbel: Shimano XT
Umwerfer: Shimano SLX
Bremse: Shimano SLX
Bremsen-Disc vorne: 180 mm
Bremsen-Disc hinten: 180 mm
Sattelstütze: Kind Shock LEV DX (Vario, 125 mm)
Vorbau: Procraft 70 mm
Lenker: Procraft 760 mm
Naben: Shimano SLX
Felgen: Alex Volar 23
Laufradgröße: 27,5 ''
Reifen: Maxxis Ardent Exo 2,25"
Testurteil: Gut (196 Punkte)

Geometrie

Bike-Profil


Centurion No Pogo 2000.27 (Modelljahr 2017) im Vergleichstest


Centurion No Pogo 2000.27 (Modelljahr 2017) im Vergleich mit anderen Produkten

11.04.2017
Autor: André Schmidt
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe /2017