Mountainbikes im Test

Testbericht: Centurion No Pogo 1000.27 (Modelljahr 2017)

MOUNTAINBIKE Centurion No Pogo 2000.27
Foto: Benjamin Hahn
Mit überwiegend gelungener Ausstattung, hoher Leichtfüßigkeit und sehr gutem Klettergeschick punktet das Centurion No Pogo 1000.27. Im Groben mangelt es dem Fahrwerk und den Reifen freilich an Reserven.
Zu den getesteten Produkten

Was uns gefällt

  • Sehr guter Vortrieb
  • Meist solide Ausstattung

Was uns nicht gefällt

  • Reifenwahl nicht ideal
  • Wenig Reserven

MOUNTAINBIKE Logo Testurteil

Testurteil gut

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Die Fully-Legende aus dem Schwäbischen überzeugt in diesem „Kaufklassen“-Test mit viel Vortrieb. Das Centurion No Pogo 1000.27 tritt trotz des nicht gerade niedrigen Gewichts von 14,1 Kilo flott an – Verdienst der leichten Laufräder und der gut rollenden Maxxis-Ardent-Reifen.

Letztere passen an ein Tourenbike dennoch besser als an ein All-Mountain: Beim Trailtanz haben wir Kurvengrip und Bremstraktion vermisst.

 

MOUNTAINBIKE Centurion No Pogo 2000.27 Hebel an Vario-Stütze
Foto: Benjamin Hahn Umständlich: Die Vario-Stütze wird per Hebel unter dem Sattel bedient.

Im Uphill arbeitet der Hinterbau sehr aufmerksam, reagiert auch auf kleine Unebenheiten feinfühlig, ist dabei aber nicht immer wippfrei. Bergab zeigt sich das Heck ebenso sensibel, gleitet aber etwas zu schnell durch seine 145 mm Federweg. Die preiswerte Rock-Shox-Sektor-Gabel mit schlanken 32-mm-Standrohren geht ebenfalls eher linear durch die 150 mm Hub und wird am Ende fast zu progressiv.

 

MOUNTAINBIKE Centurion No Pogo 1000.27 Float Link
Foto: Benjamin Hahn Float Link: Das SR-Suntour-Federbein am Centurion No Pogo 1000.27 ist schwimmend gelagert.

In Summe fehlen dem Fahrwerk für den harten AM-Einsatz etwas die Reserven. Der eher steile 67,5°-Lenkwinkels steht für Agilität, jedoch macht der lange 70-mm-Vorbau das Handling unnötig indirekt.

Insgesamt aber mixt die Geometrie Spurtreue und Agilität auf gute Weise. Die Ausstattung mit Shimano-SLX/XT-Antrieb (2 x 11) ist Klassenstandard, der Deore-Bremse würde vorne eine 203er-Bremsscheibe deutlich besser stehen.

Technische Daten des Test: Centurion No Pogo 1000.27

Modelljahr: 2017
Preis: 2299 Euro
Gewicht: 14,1 kg
Rahmengewicht: 3370 g
Federgabel: 2180 g
Gewicht Laufräder: 4531 g
Vertriebsweg: Fachhandel
Verfügbare Rahmenhöhen: 38, 43, 48, 53 cm
Getestete Rahmenhöhe: 53 cm
Rahmenmaterial: Aluminium
Lenkkopfsteifigkeit: 81,2 Nm/°
Federgabel: Rock Shox Sektor Silver RL
Federweg getestet: 150 mm
Federbein: SR Suntour Duair
Federweg getestet: 145 mm
Gänge und Übersetzung: 2 x 11: 36/26 Zähne vorne, 11–42 Zähne hinten
Schaltwerk: Shimano XT
Schalthebel: Shimano SLX
Kurbel: Shimano SLX
Umwerfer: Shimano SLX
Bremse: Shimano Deore
Bremsen-Disc vorne: 180 mm
Bremsen-Disc hinten: 180 mm
Sattelstütze: Kind Shock Dropzone (Vario, 125 mm)
Vorbau: Procraft 70 mm
Lenker: Procraft 760 mm
Naben: Shimano Deore
Felgen: Procraft Altitude 23
Laufradgröße: 27,5 ''
Reifen: Maxxis Ardent 2,25"
Testurteil: Gut (187 Punkte)

Geometrie

Bike-Profil


Centurion No Pogo 1000.27 (Modelljahr 2017) im Vergleichstest


Centurion No Pogo 1000.27 (Modelljahr 2017) im Vergleich mit anderen Produkten

23.06.2017
Autor: Benjamin Büchner
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe /2017