Mountainbikes im Test

Testbericht: Canyon Neuron AL 6.9 (Modelljahr 2017)

MOUNTAINBIKE Canyon Neuron AL 6.9
Foto: Benjamin Hahn
Leichter, agiler und spritziger als das Canyon Neuron AL 6.9 fährt sich kein anderes Testbike – ein tolles Langstrecken-Bike, das aber auch bergab seriös unterwegs ist! Die Ausstattung passt, der Preis ist attraktiv.
Zu den getesteten Produkten

Was uns gefällt

  • Bike und Rahmen leicht
  • Sehr wendiges Handling
  • Attraktiver Preis

Was uns nicht gefällt

  • Billige Bremsen

MOUNTAINBIKE Logo Testurteil

Kauftipp Testurteil sehr gut

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Bekannt geworden unter dem Namen Nerve, geht Canyons Tourenfully nun als Neuron auf Kilometerjagd. Der Rest ist unverändert – gut so! Man sitzt sportlich, dennoch entspannt auf dem Canyon Neuron AL 6.9, alles passt, nix zwickt und zwackt.

 

MOUNTAINBIKE Canyon Neuron AL 6.9 Griffe
Foto: Benjamin Hahn Auch Canyon muss in dieser Preisklasse sparen: Die Griffe sind Billigware, ...

Mit dem ersten Pedalhub wird’s noch besser: Das mit 13,1 kg leichteste Testbike giert sofort nach Vollgas, beschleunigt eifrig, rollt flott, ist herrlich leichtfüßig – gerade im Vergleich zum Gros der Konkurrenz. Der viergelenkige Hinterbau bleibt dabei neutral, nur im Wiegetritt pumpt das Heck, spendet dafür aber viel Traktion im verblockten Uphill.

Seinen hochagilen Charakter verliert das Canyon Neuron AL 6.9 auch im Gelände nie, es wirbelt mit enormer Drehfreude von links nach rechts mit viel „Spritz“.

 

MOUNTAINBIKE Canyon Neuron AL 6.9 Sattelklemme
Foto: Benjamin Hahn ... dafür ist die Sattelklemme top, lässt sich sogar im Fahren gut bedienen.

Erst im groben Downhill ziehen einige Konkurrenten vorbei: Die leichte Reba-Federgabel kann trotz 120 mm Hub ihre (straffen) Race-Gene nicht leugnen, der Hinterbau mit nur 110 mm Federweg geht aktiv mit, steht hoch im Hub, ist aber keine Ausgeburt an Sensibilität und hat naturgemäß nicht die großen Reserven.

Dennoch: Unsicherheit kommt dank des famosen Handlings nie auf, die Conti-Pneus generieren viel Grip, die günstige Shimano-Bremse verzögert aber nur gerade ausreichend. Die anderen Parts sind Canyon-typisch solide, aber wenig edel – der Preis dafür heiß!

Technische Daten des Test: Canyon Neuron AL 6.9

Modelljahr: 2017
Preis: 1799 Euro
Gewicht: 13,1 kg
Rahmengewicht: 3020 g
Federgabel (Gewicht): 1628 g
Gewicht Laufräder: 4722 g
Vertriebsweg: Direktvertrieb
Verfügbare Rahmenhöhen: S, M, L, XL
Getestete Rahmenhöhe: M
Rahmenmaterial: Aluminium
Lenkkopfsteifigkeit: 81,3 Nm/°
Federgabel: Rock Shox Reba RL
Federweg getestet: 120 mm
Federbein: Rock Shox Monarch RT
Federweg getestet: 110 mm
Gänge und Übersetzung: 2 x 11: 36/26 Zähne vorne, 11–42 Zähne hinten
Schaltwerk: Shimano XT
Schalthebel: Shimano SLX
Kurbel: Shimano SLX
Umwerfer: Shimano SLX
Bremse: Shimano M506/M447
Bremsen-Disc vorne: 180 mm
Bremsen-Disc hinten: 180 mm
Sattelstütze: Iridium
Vorbau: Iridium 75 mm
Lenker: Iridium 760 mm
Naben: Mavic Crossride
Laufradgröße: 29 ''
Reifen: Continental Mountain King/X-King 2,4"/2,2"
Testurteil: Sehr gut (215 Punkte)

Geometrie

Bike-Profil


Canyon Neuron AL 6.9 (Modelljahr 2017) im Vergleichstest


Canyon Neuron AL 6.9 (Modelljahr 2017) im Vergleich mit anderen Produkten

06.06.2017
Autor: André Schmidt
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe /2017