Mountainbikes im Test

Testbericht: Cannondale Jekyll Carbon 2 (Modelljahr 2015)

MountainBIKE Cannondale Jekyll Carbon 2
Foto: Benjamin Hahn
Tolle Basis, mangelhafte Ausstattung. Vor allem bei Laufrad und Reifen muss der Käufer nachrüsten, um die positiven Eigenschaften des Cannondale Jekyll Carbon 2 (präzises Handling, sehr gute Geo) nutzen zu können.
Zu den getesteten Produkten

Was uns gefällt

  • Wendig und präzise
  • Innovatives Gesamtkonzept

Was uns nicht gefällt

  • Schwächere Ausstattung
  • Reifen unterdimensioniert

MOUNTAINBIKE Logo Testurteil

Testurteil gut

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Wenn sich die komplette Enduro-Elite im Test trifft, darf auch Cannondale mit der Rennwaffe von Enduro-Weltmeister Jerome Clementz nicht fehlen – wenn auch nur in abgespeckter Version. Das „Gerüst“ aber macht Lust auf mehr.

Die Geometrie ist komfortabel, der Fahrer sitzt prima ins Rad integriert. Hinzu kommt ein extrem wendiges Handling dank steilem Lenkwinkel, sodass sich das Cannondale Jekyll Carbon 2 auch in engen Slalompassagen präzise steuern lässt.

Für Laufruhe sorgen zum Ausgleich die etwas längeren Kettenstreben. Trotz des hohen Gewichts sprintet das Cannondale Jekyll Carbon 2 willig, zumal sich am 2-in-1-Dämpfer via Lenker-Remote der Federweg kürzen lässt.

 

MountainBIKE Cannondale Jekyll Carbon 2 Laufrad und Reifen
Foto: Benjamin Hahn Am Cannondale Jekyll Carbon 2 sind Laufräder und Reifen klar unterdimensioniert für den Enduro-Einsatz. Begründung des Herstellers: In dieser Preisklasse bestückt der Kunde sein Bike eh individuell beim Händler. Ob’s stimmt?

Schnell wie ein Profi also? Nicht ganz. Denn im Gegensatz zum Gefährt von Clementz sind die Parts eher bescheiden.

Größtes Manko: Bereifung und Felgenbreite sind nicht standesgemäß: Der Mavic-Pneu misst nur 2,2", hat eher ein CC-Profil – selbst Profis hätten damit Mühe, im Enduro-Revier zu bestehen. Um das Cannondale Jekyll Carbon 2 nicht aller Chancen zu berauben, testete die MountainBIKE-Crew daher mit einem Hans Dampf in 2,35" Breite.

Auch die Lefty-Gabel zeigte Schwächen, der Federweg ließ sich nicht komplett nutzen. MountainBIKE maß nach: Effektiv standen an der Testgabel nur 130 mm zur Verfügung.

Technische Daten des Test: Cannondale Jekyll Carbon 2

Modelljahr: 2015
Preis: 4999 Euro
Gewicht: 13,9 kg
Rahmengewicht: 3140 g
Federgabel (Gewicht): 2116 g
Vertriebsweg: Fachhandel
Verfügbare Rahmenhöhen: S, M, L, XL
Getestete Rahmenhöhe: M
Rahmenmaterial: Carbon
Federgabel: Lefty Supermax 2.0 PBR
Federweg: 160 mm
Federbein: Fox DYAD RT2
Federweg: 95+160 mm
Schaltwerk: Shimano XT
Schalthebel: Shimano XT (2 x 10)
Kurbel: Sram S2210
Umwerfer: Sram X7
Bremse: Shimano XT
Bremsen-Disc vorne: 180 mm
Bremsen-Disc hinten: 180 mm
Sattelstütze: Kind Shock Lev Integra (Vario)
Laufräder: Mavic Crossroc WTS
Laufradgröße: 27,5 ''
Reifen: Mavic Crossroc Roam 2,2"

Fazit:

Tolle Basis, mangelhafte Ausstattung. Vor allem bei Laufrad und Reifen muss der Käufer nachrüsten, um die positiven Eigenschaften des Cannondale Jekyll Carbon 2 (präzises Handling, sehr gute Geo) nutzen zu können.

Cannondale Jekyll Carbon 2 (Modelljahr 2015) im Vergleichstest

Test: 12 Top-Enduros um 5.000 Euro Foto: Manfred Stromberg

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Cannondale Jekyll Carbon 2 (Modelljahr 2015) im Vergleich mit anderen Produkten

06.07.2015
Autor: Max Hilger
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe /2015