Mountainbikes im Test

Testbericht: Cannondale Claymore 1 (Modelljahr 2011)

Cannondale Claymore 1
Foto: Dennis Stratmann
Das Claymore erwies sich als sehr guter Allrounder, die Fahrwerksanpassung macht‘s möglich. Hohe Front und flacher Sitzwinkel senken etwas die Bergaufperformance.
Zu den getesteten Produkten

Was uns gefällt

  • Sehr variables Fahrwerk durch Anpassung der Kennlinie
  • Vermittelt Sicherheit in Steilpassagen
  • Wertiger Rahmen mit Extrafeatures

Was uns nicht gefällt

  • Hecklastige Geometrie
  • Keine Kettenführung und Sag-Anzeige

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Testurteil sehr gut

Von abfahrtshungrig auf vortriebseffizient mit nur einem Klick. Dank dem Fox-Spezial-Dämpfer lässt sich das Claymore bequem via Lenkerhebel von 180 Millimeter Federweg auf 110 Millimeter trimmen. Der Hinterbau arbeitet danach deutlich straffer – optimal, um bergauf oder im Wiegetritt Wippen zu reduzieren. Die Fox-Gabel harmoniert sehr gut mit dem Heck, das Fahrwerk fällt insgesamt eher straff aus, vermittelt dem Fahrer auch in rauem Gelände das Gefühl, stets Herr der Lage zu sein. Dank Talas-Technik lässt sich auch die Gabel absenken – ein zwingendes Feature, da die Front durch langes Steuerrohr und Steuersatz-Kappe hoch und der Sitzwinkel flach ausfällt. Der Fahrer sitzt dadurch einen Tick zu weit hinten, was vor allem bergauf ein etwas ineffizientes „Chopper“-Feeling erzeugt.

Neben der Betätigung der Gabelabsenkung macht es auch Sinn, den Dämpfer in der „High“-Position am Rahmen zu montieren, um dadurch einen etwas steileren Sitzwinkel zu generieren. Auch das Drehen des Vorbaus sorgte für eine Verbesserung. Bergab bringt die hohe Front allerdings auch Vorteile: Vor allem weniger versierte Fahrer fühlen sich dadurch deutlich sicherer, und in sehr steilem verblockten Terrain profitieren alle Fahrer von der geringeren Überschlagsgefahr. Der wertige Rahmen hält Besonderheiten wie 1,5“-Steuerrohr, BB30-Innenlager und PM-Aufnahme am Hinterbau bereit. Am Dämpfer fehlt eine Sag-Anzeige, zudem vermissten die Tester in dieser Federwegs­klasse Kettenführung und Schnellspanner am Sattel. Gefallen haben hingegen die supereffiziente Vario-Stütze Reverb, die stabilen Laufräder Crossmax SX sowie die ergonomischen X0-Bremsen.

Technische Daten des Test: Cannondale Claymore 1

Modelljahr: 2011
Preis: 5499 Euro
Gewicht: 14,4 kg
Rahmengewicht: 3820 g
Federgabel (Gewicht): 2470 g
Vertriebsweg: Händler
Rahmenhöhen: S/M/L/XL
Getestete Rahmenhöhe: L
Rahmenmaterial: Aluminium
Lenkwinkel: 66,5 °
Sitzwinkel: 72 („Hi“-Position) °
Sitzrohr: 463 mm
Oberrohr: 616 mm
Steuerrohr: 139 mm
Radstand: 1159 mm
Tretlagerhöhe: 350 mm
Federgabel: Fox 36 Talas FIT RC2
Federweg getestet: 140–180 mm
Federbein: Fox Dyad RT 2
Federweg getestet: 110–180 mm
Schaltwerk: Sram X0
Schalthebel: Sram X9
Kurbel: FSA Afterburner 386 BB30
Umwerfer: Shimano SLX
Bremse: Avid X0
Bremsen-Disc vorne: 203 mm
Bremsen-Disc hinten: 185 mm
Laufräder: Mavic Crossmax SX (System)
Reifen: Schwalbe Fat Albert Evo TS/PS 2,4“

Fazit:

Das Claymore erwies sich als sehr guter Allrounder, die Fahrwerksanpassung macht‘s möglich. Hohe Front und flacher Sitzwinkel senken etwas die Bergaufperformance.

Cannondale Claymore 1 (Modelljahr 2011) im Vergleichstest


Cannondale Claymore 1 (Modelljahr 2011) im Vergleich mit anderen Produkten

25.10.2011
Autor: Rainer Sebal
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe /2011