Mountainbikes im Test

Testbericht: Cannondale Beast of the East 2 (Modelljahr 2016)

Foto: Benjamin Hahn MountainBIKE Cannondale Beast of the East 2
Was für ein Biest! Bergab frisst sich das Cannondale Beast of the East 2 förmlich durchs Unterholz, brilliert mit Fahrsicherheit und richtig viel Rahmenkomfort. Zum Gipfel hin geht es eher gemächlich hinauf.
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Bewertung

Was uns gefällt

Was uns nicht gefällt

  • In der Ebene und bergauf zäh
  • Gabel unterdimensioniert

Testurteil

Testurteil gut
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Beast of the East – schon der Name macht Bock auf diesen Bock! Und die inneren Werte eh: Mit 1820 g Gewicht ist der Alu-Rahmen des Cannondale Beast of the East 2 der leichteste im Test, gleichzeitig weist er die mit Abstand höchste Lenkkopfsteifigkeit auf – dickes Lob an die Konstrukteure!

Denen auch die Geometrie und damit das Handling gelungen ist. Vorhersehbar, niemals nervös lässt sich das schicke Cannondale Beast of the East 2 dirigieren.

Foto: Benjamin Hahn MountainBIKE Cannondale Beast of the East 2 Si-Kurbel

Die hauseigene Si-Kurbel sticht optisch hervor, das Kettenblatt lässt sich tauschen.

Dass es trotz des eher kurzen Radstands und des nicht so flachen 68°-Lenkwinkels ein wenig träge wirkt, liegt an der gewichtigen Laufrad-Reifen-Kombination, die auch in Sachen Vortrieb hemmt: Im Vergleich rollt das zumal nicht gerade leichte Cannondale Beast of the East 2 schlicht am schlechtesten.

Auch steile Uphills sind durch die dann leicht hecklastige Sitzposition mühsam, immerhin gibt’s dank der wuchtigen WTB-3,0"-Reifen Traktion fast im Übermaß.

Foto: Benjamin Hahn MountainBIKE Cannondale Beast of the East 2 Steuerrohr

Das massive 1,5"-Steuerrohr sorgt für die superhohe Lenkkopfsteifigkeit.

Wie überhaupt das Heck des Cannondale Beast of the East 2 förmlich am Boden klebt: Die abgeflachten Sitzstreben sorgen für gezielten Flex, lassen den per se hochsteifen Rahmen äußerst komfortabel wirken.

Jeglicher Downhill, ob zart, ob hart, wird dann zum Freudenfest, traumhaft fahrstabil bollert das Cannondale Beast of the East 2 gen Tal – nur die filigrane, eher straff-progressiv federnde Reba-Gabel mag nicht so recht zum gefräßigen Cannondale Beast of the East 2 passen.

Technische Daten des Test: Cannondale Beast of the East 2

Modelljahr: 2016
Preis: 2499 Euro
Gewicht: 13,3 kg
Rahmengewicht: 1820 g
Federgabel (Gewicht): 1700 g
Gewicht Laufräder: 5489 g
Vertriebsweg: Fachhandel
Verfügbare Rahmenhöhen: S, M, L, XL
Getestete Rahmenhöhe: M
Rahmenmaterial: Aluminium
Lenkkopfsteifigkeit: 132,2 Nm/Grad
Federgabel: Rock Shox Reba RL Remote Boost
Federweg getestet: 120 mm
Gänge und Übersetzung: 1 x 11: 30 Zähne vorne, 10–42 Zähne hinten
Schaltwerk: Sram GX1
Schalthebel: Sram GX1
Kurbel: Cannondale Si Ai
Umwerfer: -
Bremse: Shimano Deore
Bremsen-Disc vorne: 180 mm
Bremsen-Disc hinten: 180 mm
Sattelstütze: Cannondale C3
Vorbau: Cannondale C4 60 mm
Lenker: Cannondale C3 760 mm
Naben: Formula
Felgen: Cannondale Beast
Laufradgröße: 27,5+
Reifen: WTB Bridger 3,0"
Testurteil: Gut (193 Punkte)

Geometrie

Bike-Profil

Fazit

Was für ein Biest! Bergab frisst sich das Cannondale Beast of the East 2 förmlich durchs Unterholz, brilliert mit Fahrsicherheit und richtig viel Rahmenkomfort. Zum Gipfel hin geht es eher gemächlich hinauf.

07.06.2016
Autor: André Schmidt
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe /2016