Mountainbikes im Test

Testbericht: Bergamont Encore Team (Modelljahr 2016)

MountainBIKE Bergamont Encore Team
Foto: Drake Images
Karamba, Karacho! Die lang-flache Geometrie des Bergamont Encore Team ist extrem, versetzt versierte Enduristen in Highspeed-Rausch. Die unterdämpfte, mit Hub geizende Gabel zieht das per se tolle Bergamont Encore Team fast ins „gut“.
Zu den getesteten Produkten

Was uns gefällt

  • Top „Baller-Handling“
  • Sehr guter Hinterbau

Was uns nicht gefällt

  • Gabel im Test überfordert
  • Weniger leichtfüßig

MOUNTAINBIKE Logo Testurteil

Testurteil sehr gut

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Bergamont Encore Team – mit dem brandneuen 160-mm-Fully will Bergamont den Kern („core“) des Enduro-Bikens treffen. Ein Blick auf die Geo-Daten zeigt, dass die Hamburger diesen vornehmlich im Enduro-Rennen oder zumindest beim versierten Enduristen vermuten.

Reach wie Radstand fallen üppig lang aus, der Lenkwinkel steht sehr flach, die wertigen Parts, etwa die bissigen Maxxis-Pneus, versprechen ungetrübten Fahrspaß. Zusammen mit den aggressiven Team-Farben ist das Motto des Bergamont Encore Team klar: Brrrääahhm.

Wer das Bergamont Encore Team ums Eck drücken will, braucht Highspeed oder Körpereinsatz – bestenfalls beides. Den Könner beglückt das Bergamont Encore Team aber mit herrlichem Baller-Handling: spurtreu bis zum Exzess!

 

MountainBIKE Bergamont Encore Team Manitou-Gabel
Foto: Drake Images Eigentlich toll, dass die Hamburger mit der Manitou-Gabel im Bergamont Encore Team für Abwechslung sorgen. Leider gab die Mattoc im Test nur maximal 145 mm Hub frei, zudem agierte sie im mittleren Federwegsbereich unterdämpft.

Und das Bergamont Encore Team wäre noch brillanter, könnte die Manitou-Gabel mit Pike & Co. mithalten. Im Test nutzte sie nur etwa 145 mm Hub aus, reichte viele Schläge unterdämpft weiter. Höchst ärgerlich, die Heckfederung macht es viel besser: Der abgestützte Eingelenker spricht früh an, geht aktiv mit, bietet reichlich Reserven.

Bergauf äußert sich diese Lebendigkeit in leichtem, aber tolerierbarem Wippen. Da das Bergamont Encore Team zudem kein Leichtgewicht ist und durch seine Länge einen Hauch behäbig wirkt, sind Uphill-Rekorde nicht drin – an Traktion und Klettergeschick mangelt’s aber nie.

Technische Daten des Test: Bergamont Encore Team

Modelljahr: 2016
Preis: 4499 Euro
Gewicht: 13,6 kg
Rahmengewicht: 3580 g
Federgabel (Gewicht): 1920 g
Vertriebsweg: Fachhandel
Verfügbare Rahmenhöhen: S, M, L, XL
Getestete Rahmenhöhe: M
Rahmenmaterial: Aluminium
Federgabel: Manitou Mattoc Pro
Federweg getestet: 160 mm
Federbein: Rock S. Monarch Plus RC3 Deb
Federweg getestet: 160 mm
Schaltwerk: Sram X01
Schalthebel: Sram X1 (1 x 11)
Kurbel: E*thirteen TRS+
Umwerfer: -
Bremse: Sram Guide RS
Bremsen-Disc vorne: 200 mm
Bremsen-Disc hinten: 180 mm
Sattelstütze: Rock Shox Reverb Stealth (Vario)
Laufräder: Sun Ringlé Charger Pro SL
Laufradgröße: 27,5 ''
Reifen: Maxxis High Roller II 2,4"
Testurteil: Sehr gut (203 Punkte)

Fazit:

Karamba, Karacho! Die lang-flache Geometrie des Bergamont Encore Team ist extrem, versetzt versierte Enduristen in Highspeed-Rausch. Die unterdämpfte, mit Hub geizende Gabel zieht das per se tolle Bergamont Encore Team fast ins „gut“.

Bergamont Encore Team (Modelljahr 2016) im Vergleichstest

Test: 12 Enduros um 4.000 Euro Foto: Dennis Stratmann

Test: 12 Enduros um 4.000 Euro

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Bergamont Encore Team (Modelljahr 2016) im Vergleich mit anderen Produkten

04.03.2016
Autor: André Schmidt
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe /2016