Mountainbikes im Test

Dauertest: Centurion No Pogo Ultimate 2.27 (Modelljahr 2014)

Dauertest Centurion No Pogo 2.27
Foto: Dennis Stratmann
Wahrer Haudegen? Das 27,5"-All Mountain der MTB Pionier- Marke wurde ordentlich hergenommen

Was uns gefällt

  • Fahrsicheres, sehr robustes und „unzickiges“ All-Mountain mit breitem Einsatzbereich
  • Keinerlei Defekte im Praxis-Dauertest
  • Shimano-XT-Komponenten sorglos, mit Nehmerqualitäten und normalem Verschleiß

Was uns nicht gefällt

  • Etwas frühzeitiger Verschleiß des Innenlagers
  • Fox-Federgabel trocken gelaufen, zumindest kleiner Service nun notwendig

MB-Teamleiter Grafik Gustavo Enzler hat eigentlich ganz einfache Ansprüche an sein Bike. Klar, zu seinem Fahrstil soll es passen, also ein Allrounder im mittleren Federwegsbereich. Vor allem aber soll es gefälligst sorglos, stressfrei und wartungsarm sein. Enzler will fahren und nicht schrauben, putzen, einstellen und pflegen.

 

Dauertest Centurion No Pogo 2.27
Foto: Benjamin Hahn Auf dem Trockenen: Die Fox-32-Gabel aus der Performance-Serie besitzt kaum noch Schmierung, die Foam-Ringe sind staubtrocken. Ein kleiner Service wäre unbedingt ratsam

Eine zu schwere Bürde für das auserkorene 150/145-mm-All-Mountain mit legendärem Namen aus dem nicht minder traditionsreichen Haus Centurion? Nein, denn unterm Strich wusste das No Pogo als herrlich anspruchsloser Kilometerfresser zu gefallen – und das sowohl beim häufigen Pendeln in die Redaktion, auf harten Trails beim MB-Festival in Saalbach-Hinterglemm oder beim Marathon-Rennen in Bad Wildbad. Enzler: „Das richtige Fahrwerks- Setup war schnell gefunden, das No Pogo brauchte keine Wartung, war stets einsatzbereit und robust im Nehmen.“ Mehr noch, auf dem Prüfbericht vermerkte der Trailfan unter dem Stichwort Defekte: „Keine“. Und das trotz der durchaus ansehnlichen Ansammlung an Kilometern. Änderungen an der Ausstattung nahm Enzler ebenfalls kaum vor, zumal ihm die sicheren Fahreigenschaften des 27,5"-Centurion zupasskamen.

 

Dauertest Centurion No Pogo 2.27
Foto: Benjamin Hahn Fast 3700 Kilometer haben am Shimano-XTAntrieb ihre (normalen) Spuren hinterlassen. So hat das große Kettenblatt deutlich sichtbare Haifischzähne, sollte getauscht werden.

Lediglich die generelle Passform kritisierte er. Denn: Das No Pogo ist nur in drei Rahmengrößen erhältlich, Enzler fühlte sich auf dem 51er-Rahmen etwas zu hoch platziert, Rahmengröße 46 wäre aber zu klein gewesen. Bleibt der Abschlussbericht des MB-Prüflabors. Und auch dort zeichnet ein „noch sehr gut“ das Bike aus. So drehen fast alle Lager der Heckfederung sauber und spielfrei, nur ein hinteres Lager des abgestützten Eingelenkers zeigt etwas rauen Lauf.

Deutlicheren Verschleiß entlarvten die Techniker beim in der Praxis völlig unauffälligen XT-Antrieb. So rotiert das Innenlager nicht mehr sanft, die um mehr als ein Prozent gelängte Kette müsste dringend getauscht werden, das große Kettenblatt „zieren“ Haifischzähne – angesichts der Kilometerleistung aber alles normale Abnutzungserscheinungen, die mit einer Investition von knapp 70 Euro und einer Stunde Zeit behoben wären. Auch der nötige „kleine Service“ für die trocken gelaufene, schlecht gleitende Fox-32-Federgabel kostet nicht die Welt. Und das Fox-Float-Federbein schaut eh tadellos aus.

Testumfang:

3.649 km

37.966 hm

Reparatur und Tuning

  • 1000 km: Wechsel der klobigen Centurion-Griffe gegen Race-Face-Schraubgriffe
  • 2000km: Nobby-Nic-Reifen getauscht gegen Vredestein Bobcat- für mehr (Nass) - Grip

Zum Tester:

Gustavo Enzler:
38 Jahre, MB-Teamleiter Grafik
Fährt gerne:...schnelle, flowige Trails mit kurzen, technischen Passagen
Lieblingsreviere: Schwäbische Alb rund um die Burgen Neuffen und Teck, Brixen in Südtirol und Saalbach in Österreich

Technische Daten des Dauertest: Centurion No Pogo Ultimate 2.27

Modelljahr: 2014
Preis: 3299 Euro

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Fazit:

Wahrer Haudegen? Das 27,5"-All Mountain der MTB Pionier- Marke wurde ordentlich hergenommen

02.03.2014