E-Mountainbike im Test

Testbericht: Stevens E-Whaka+ ES (Modelljahr 2017)

Foto: Dennis Rein Fuji Blackhill EVO E Mountainbike E Bike 2018 Neuheit
Das Stevens E-Whaka+ ES setzt auf den neuen Shimano-Steps-Motor. Das Fahrverhalten des Vorserien-Fullys ist sicher und wendig zugleich, die Motorcharakteristik gefiel Leser Chris und uns sehr gut.
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Stevens greift 2017 im E-MTB-Segment breitbandig an. Etwa mit dem Stevens Whaka, das bereits seit einigen Jahren als rein muskelbetriebene Variante im Portfolio der Hamburger steht. Es wird als All-Mountain geführt – rollt auf 27,5"- oder auf 27,5-Plus-Reifen. Das Stevens E-Whaka+ ES gibt es ausschließlich mit den 2,8" dicken Reifen.

Ein wichtiges Bauteil am Stevens E-Whaka+ ES ist der Motor. Beim Stevens E-Whaka+ ES setzt Stevens auf den neuen Shimano-Steps-Motor, der 2017 bei vielen Herstellern zum Einsatz kommen wird. Im Vergleich zum bekannten Bosch-Motor läuft er deutlich leiser. Er beschleunigt aber unauffälliger, jedoch sehr effektiv. Schaltet der Motor bei 25 km/h ab, spürt man kaum einen Widerstand (wie es bei Bosch der Fall ist).

Ein weiteres Highlight am Stevens E-Whaka+ ES ist die elektronische Schaltung Shimano XT Di2, die perfekt zum E-MTB passt. Wer lieber mechanisch schaltet, dem bietet Stevens das Stevens E-Whaka+ für satte 1000 Euro weniger.

Das Fahrverhalten des mit 140 mm Federweg vorne und 130 mm am Heck bestückten Stevens E-Whaka+ ES ist äußerst sicher – auch dank der fetten Reifen. Das Handling ist klasse, gut abgemischt zwischen Agilität und Laufruhe. Die von Leser Chris besonders gelobte Wendigkeit dürfte in Serie jedoch weniger ausgeprägt sein, da Stevens das Tretlager am Serienrad 25 mm höher setzen wird.

Foto: Dennis Stratmann MOUNTAINBIKE 1216 Lesertest Porträt Chris Strauch

Chris Strauch, Bike-Mechaniker

Stevens E-Whaka+ ES: das Leserfazit

„Yeah, E-Bike fahren! Das sollte ich meinen Kumpels besser nicht verraten ... Egal, ich bin Bike-Mechaniker und arbeite in einem Shop, da sollte ich auch über den Tellerrand hinausblicken. Und ‚pssst‘: Das Stevens E-Whaka+ ES war nicht das erste E-MTB, auf dem ich gesessen bin. Aber: Es war das handlichste und wendigste, das ich je gefahren bin.

Als passionierter Freerider kommt es bei mir auf den Fahrspaß an. Und der war megahoch beim Stevens E-Whaka+ ES. Ich hätte nie gedacht, dass ich mit einem E-Bike bergab an den anderen dranbleiben kann. Der Hinterbau nahm eigentlich alles weg, was ihm in die Quere kam – und das trotz des relativ hohen Eigengewichts. Und bergauf: Ha, hier zog der Motor unauffällig, aber effizient, und die breiten Reifen bissen sich im Untergrund fest. Die Sitzposition war bequem und das Rad spurtreu.

Ich bin total begeistert, die Hamburger Jungs haben einfach eine exzellente Arbeit gemacht.“

Technische Daten des Test: Stevens E-Whaka+ ES

Modelljahr: 2017
Preis: 5599 Euro
Gewicht: * 21,6 kg
Verfügbare Rahmenhöhen: 16", 18", 20", 22"
Getestete Rahmenhöhe: 18"
Vertriebsweg: Fachhandel
Rahmenmaterial: Aluminium
Laufräder: 27,5+

*Herstellerangabe

22.12.2016
Autor: MOUNTAINBIKE
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe /2016