E-Mountainbike im Test

Testbericht: Specialized Turbo Levo FSR Expert (Modelljahr 2016)

E-MountainBIKE MountainBIKE Specialized Turbo Levo FSR Expert
Foto: Dennis Stratmann
Dank des exzellenten Handlings könnte man glatt vergessen, dass man auf einem E-Bike sitzt. Die Optik tut ein Übriges – Motor und Akku sind beim teuren Specialized Turbo Levo FSR Expert voll integriert. Eigenständig ist auch die App-Steuerung.
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Basierend auf dem Brose-Antrieb, entwickelte Specialized das eigenständige Specialized Turbo Levo FSR Expert. Völlig ins Unterrohr integrierter Akku, tief sitzender Motor und kein(!) Display lassen das Specialized Turbo Levo FSR Expert fast wie ein normales MTB dastehen.

Specialized setzt auf eine Smartphone-App, über die der E-Pilot die gewünschte Fahrzeit, die Kilometerleistung und den Akkustand bei Rückkehr wählt. Den Rest regelt ein Algorithmus, der den Unterstützungsmodus steuert, damit man nicht liegen bleibt. Clever, wenn man bedenkt, dass man sich beim E-Biken ansonsten stark an der errechneten Reichweite im Display orientiert.

 

E-MountainBIKE MountainBIKE Specialized Turbo Levo FSR Expert Akku im Unterrohr
Foto: Dennis Stratmann Der Akku wird per Achse im Unterrohr gehalten. Zur Demontage braucht‘s einen Inbus.

App eingestellt, und los: Der keilriemengetriebene Motor summt leise. Ein neugieriger Blick aufs Handy verrät, dass er gerade mit 74 % Leistung unterstützt. Also ab auf den Trail.

Perfekt bettet das Specialized Turbo Levo FSR Expert den Fahrer ein, dank zentralem Schwerpunkt fallen die E-Bike-Extrapfunde kaum ins Gewicht. Das Handling ist gar so exzellent, dass man bergab fast vergisst, dass man auf einem E-MTB sitzt. Fahrwerk und Reifen sorgen zusätzlich für Selbstvertrauen.

 

E-MountainBIKE MountainBIKE Specialized Turbo Levo FSR Expert Steuerung am Akku
Foto: Dennis Stratmann Wer ohne App-Steuerung fahren möchte, stellt die Modi am Akku selbst ein.

In puncto Motorisierung fährt sich das Specialized Turbo Levo FSR Expert unspektakulär, die Unterstützung des fast lautlosen Brose-Motors setzt eher indirekt spürbar ein. Erst bei hohen Trittfrequenzen erhöht sich der Schub merklich.

Übrigens: Das Specialized Turbo Levo FSR Expert ist auch ohne App fahrbar.

Technische Daten des Test: Specialized Turbo Levo FSR Expert

Preis: 6400 Euro
Gesamtgewicht: 22 kg
Gewicht Akku: 3,0 kg
Laufradgewicht mit Reifen, Disc, Kassette: 5005 g
Vertriebsweg: Fachhandel
Verfügbare Rahmenhöhen: S, M, L, XL
Getestete Rahmenhöhe: M
Federgabel: Rock Shox Pike RC
Federweg getestet: 140 mm
Federbein: Fox Float DPS Auto SAG
Federweg getestet: 135 mm
Schaltung: Sram X01
Schalthebel: Sram X1
Motor: Brose custom tuned for Specialized
Akku: 504 Wh
Bremse: Sram Guide RS
Bremsen-Disc vorne: 200 mm
Bremsen-Disc hinten: 180 mm
Laufräder: Roval Traverse 38 mm
Laufradgröße: 27,5+
Reifen: Sp. Purgatory C/Ground C. 27,5 x 3"

Fazit:

Dank des exzellenten Handlings könnte man glatt vergessen, dass man auf einem E-Bike sitzt. Die Optik tut ein Übriges – Motor und Akku sind beim teuren Specialized Turbo Levo FSR Expert voll integriert. Eigenständig ist auch die App-Steuerung.

Specialized Turbo Levo FSR Expert (Modelljahr 2016) im Vergleichstest

Test: 4 E-Mountainbikes in 27,5 Plus Foto: Dennis Stratmann

Test: 4 E-Mountainbikes in 27,5 Plus

Wir haben vier der begehrtesten E-MTB-Modelle getestet. Alle Testbikes rollen auf bis zu 3 Zoll breiten und 27,5 Zoll großen Laufrädern. Hier gibt's die Ergebnisse aus dem Test.


Specialized Turbo Levo FSR Expert (Modelljahr 2016) im Vergleich mit anderen Produkten

18.05.2016
Autor: Chris Pauls
© E-MOUNTAINBIKE