E-Mountainbike: Alles, was Sie über die E-Bikes fürs Gelände wissen müssen!


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E-Mountainbike Haibike Xduro Nduro
Foto: Daniel Geiger

 

Foto: Steppenwolf

 

Ebike Advanced Technologies E-Bikes Trekking-E-Bikes 2014
Foto: Ebike Advanced Technologies

 

Grace MXII E-Bike Pedelec Neuheiten 2014
Foto: Grace

 

Wheeler E-Mountainbike 2014 BionX D-Serie
Foto: Wheeler
E-Mountainbikes sind der Mega-Trend 2014. Wer vor der Eurobike-Messe 2013 noch nicht daran glaubte, wurde in Friedrichshafen eines besseren belehrt. Die E-Bikes fürs Gelände prägten das Bild auf den Messeständen - auch bei den etablierten Mountainbike-Herstellern. Warum E-Mountainbikes so beliebt sind, welche Modell-Vielfalt es 2014 geben wird und worauf Sie bei E-MTBs achten müssen - all das erfahren Sie hier. Und natürlich auch, warum manche eingefleischten Mountainbiker (noch) Berührungsängste haben.

 

E-Bikes - KTM eGo
Foto: Benjamin Hahn Blick in die Vergangenheit: 2009 testeten die Kollegen unserers Schwestermagazins das E-Mountainbike KTM eGO.

Zugegeben: ganz neu ist das Thema E-Mountainbike nicht mehr. Im Jahr 2009 testeten die Kollegen unseres Schwestermagazins MountainBIKE das E-Mountainbike KTM eGO (siehe Bild rechts). Das Fazit der Kollegen damals:

"Noch wirft das Thema E-Antrieb im MTB viele Fragen auf – nach Zuverlässigkeit, Haltbarkeit, Risiken bei Stürzen. Doch die Entwicklung steht erst am Anfang, das Potenzial ist riesig. Was die Zukunft bringt? Ist ungewiss, sie hat gerade erst begonnen."

Spätestens die Eurobike-Messe 2013 beantwortet die Frage der Kollegen von damals: Willkommen in der Gegenwart, willkommen in der Realität - E-Bikes sind im Mountainbike-Bereich angekommen. Seit 2009 stieg die Zahl der E-Mountainbikes jährlich an, aber in homöopathischen Dosen.

Für den gewaltigen Wachstum des E-Bike-Segments sorgten in den vergangenen Jahren die City- und Trekking-Pedelecs, die auch heute noch die größten Markt- und Verkaufsanteile stellen. Sie haben dazu geführt, dass Radfahren mit Elektromotor der größte Wachstumsmotor in der Fahrradbranche geworden ist und der "E-Faktor" immer stärker auch auf andere Rad-Kategorien abstrahlt.

 

E-Mountainbike Haibike Xduro Nduro
Foto: Daniel Geiger E-Mountainbikes machen Spaß: Thomas Schmitt verleiht dem E-Bike Haibike Xduro Nduro Flügel.

E-Mountainbike: vom E-Hardtail bis zum E-Enduro

Der Ausblick auf das Modelljahr 2014 zeigt deutlich: E-Mountainbikes sind keine Zukunftsmusik mehr, oder eine Randerscheinung - E-Mountainbikes mausern sich zu einer eigenen Bike-Kategorie. Vom E-Hardtail (Federgabel vorne, ungefederter Hinterbau) bis zum E-Fully (vollgefedertes Rad) kann man in der kommenden Saison für jede Vorliebe das passende E-Mountainbike bekommen.

Mit dem Haibike Xduro Nduro zeigt Hersteller Haibike, was im E-Mountainbike-Bereich alles möglich ist: 180-mm-Federweg vorne, 216 mm hinten. E-Biken extrem.

Ein weiterer Hinweis, warum das "E" im Mountainbike-Bereich angekommen ist: fast alle etablierten MTB-Hersteller haben zumindest ein E-Bike im Portfolio für die Saison 2014. Egal ob Trek, Giant, Lapierre, Kreidler, Haibike, Stevens oder Cube - alle haben den Trend erkannt und Antworten darauf parat. Natürlich in verschiedenen Ausprägungen.

Antriebssysteme bei E-Mountainbikes: Bosch führt

Baute KTM 2009 beim erwähnten E-Mountainbike KTM eGO auf einen BionX-Hinterradantrieb, rüstet der österreichische Hersteller seit dem Modelljahr 2013 seine E-MTBs mit dem Hinterrad-Antrieb von Panasonic aus.

Die meisten der kommenden E-Mountainbikes 2014 sind allerdings mit dem neuen Mittelmotor von Bosch, und zwar der Performance Line, ausgerüstet.

Focus hingegen vertraut bei seinem neuen E-Fully Thron Impulse auf den derby-eigenen Impulse-Motor der neuen Generation.

Blick in die Zukunft: Das passiert auf dem E-Mountainbike-Markt

Auch der E-Mountainbike-Bereich steht noch am Beginn. Gerade im Bereich Design, aber auch bei der Fahrwerks-Konstruktion und der Antriebsvielfalt wird sich noch einiges tun.

Ein Beispiel dafür ist der E-Fully-Prototyp, den Rotwild zusammen mit Brose auf der IAA 2013 präsentierte. Die Antriebssysteme werden zum integralen Bestandteil der Rahmen, so dass es auch immer besser möglich sein wird, ausgetüftelte Fahrwerke zu bauen.

So hat auch 2013 ein Teil des Zitates unserer Kollegen von MountainBIKE auch im Jahr 2009 Bestand: "Die Entwicklung steht erst am Anfang, das Potenzial ist riesig."

Meinung: Kein Berg zu hoch, kein Weg zu weit?

Bleibt am Ende die Frage nach dem Sinn: E-Mountainbikes - wer soll eigentlich damit fahren?

Fakt ist: Mit einem E-Mountainbike erweitert sich - wie auch mit den normalen E-Bikes und Pedelecs - der eigene Aktionsradius. Auf einmal ist kein Berg mehr zu hoch, kein Weg zu weit. Trainierte können mit weniger trainierten auf Tour gehen, Leistungsunterschiede verschwinden.

Fakt ist: Mit einem E-Mountainbike können plötzlich viel mehr Menschen die Natur und die Faszination des Mountainbike-Sports erleben.

Fakt ist auch, dass genau diese Tatsache vielen eingefleischten Mountainbiker gar nicht gefällt. Sie fürchten verstopfte Trails, blindrasende E-Radler, massenhaft Unfälle und vor allem weniger Spaß am eigenen Lieblingssport.

Fakt ist aber auch, dass nur die wenigsten E-Mountainbiker den "echten Mountainbikern" in die Quere kommen werden. Denn die meisten E-MTB-ler erfreuen sich daran, endlich auch mal mit dem Rad zum Beispiel steilere Forstautobahnen zu erklimmen und traumhafte Aussichten zu genießen.

Manche fahren wahrscheinlich mit dem E-Mountainbike sogar nur ganz normal in der Stadt herum; ein E-MTB als SUV-Pendant - auch wenn man nur Asphalt unter den Reifen hat, die Option einen Feld- und Forstweg befahren zu können, erwirbt man beim Kauf mit. Genauso wie das gute Gefühl, ein modernes, angesagtes Fahrzeug zu besitzen. E-Mobilität als Statement auf breiten Reifen.

Natürlich kann man aber auch mit dem E-Mountainbike sportlich unterwegs sein. Die Motorunterstützung hindert niemanden daran, sich auszupowern, kraftvoll in die Pedale zu treten, alles zu geben. Die Gratifikation erfolgt umgehend und schlägt sich zum Beispiel in den Faktoren Geschwindigkeit und Reichweite nieder.

Das E-Mountainbike ist aber kein Konkurrenzprodukt zum klassischen Mountainbike, eher eine Erweiterung oder gar eine neue, eigenständige Kategorie des Radfahrens.

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