E-Mountainbikes 2016: das müssen Sie über den Megatrend wissen

E-Mountainbike - das sind die E-MTB-Trends und Highlights 2016

E-Mountainbikes 2016
Foto: Focus
E-Moutainbikes - „das wird das nächste große Ding“, sagte Gary Fisher, in der Fachwelt als einer der Erfinder des Mountainbikes bekannt, jüngst vor amerikanischen Marktteilnehmern. Das Thema, über das der Kalifornier sprach, waren Mountainbikes mit Elektromotor. Auch auf der Fachmesse Eurobike stehen die E-MTBs im Mittelpunkt des Interesses. Wir zeigen Euch die E-Mountainbike-Trends und Highlights 2016.

Viele Innovationen, die im Fahrradmarkt längst zum Standard geworden sind, waren zuerst bei den Mountainbikes zu finden.

Doch beim E-Bike ging die Entwicklung den umgekehrten Weg: Während bei Trekking- und City-Fahrrädern der Elektroantrieb bereits seit einigen Jahren einen Siegeszug feiert, kommt die Tretkraftunterstützung per E-Motor bei den Fahrrädern für den sportlichen Offroad-Einsatz gerade erst so richtig in Fahrt. Jetzt sind die E-Mountainbikes auf der Überholspur angekommen - und kaum einer zweifelt mehr daran, dass E-MTBs noch weiter Fahrt aufnehmen werden.

In zehn Jahren nur noch E-Mountainbikes?

„In zehn Jahren wird es keine kommerziellen Mountainbikes mehr ohne Elektromotor geben“, sagte jüngst Marc Faude, der beim deutschen Fahrradkonzern Derby Cycle die sportliche Marke Focus steuert.

Focus stellte auf den Eurobike Media Days in Kirchberg in Tirol sein neues Modell Jarifa i29 für das kommende Modelljahr vor, das auf dem vom Hersteller selbst entwickelten Antriebssystem Impulse Evo basiert. Dieses neue Antriebssystem kommt mit seinen kompakten Abmessungen künftig auch bei der urban geprägten Derby-Marke Kalkhoff zum Einsatz. Mit seiner Akku-Integration im Unterrohr ist das neue Focus- Modell auf den ersten Blick kaum von einem schnittigen Race-Hardtail zu unterscheiden. Und tatsächlich erinnern am neuen E-Mountainbike aus Cloppenburg viele Ausstattungsdetails an Mountainbike-Modelle für den sportlichen Renneinsatz.

Im Trend: Integration von Akku und Motor

Eine gute Integration von E-Bike-Akku und E-Bike-Motor können sich beim E-Mountainbike im neuen Modelljahr auch andere Anbieter auf die Fahnen schreiben. Fahrradhersteller Winora hat bei seiner sportlichen Bike-Marke Haibike die Einführung des neuen Antriebssystems Perfomance CX von Bosch zum Anlass genommen, seine Bike-Linie Xduro grundlegend zu überarbeiten. Die 2016er-Modelle der Marke aus Schweinfurt, die sich zu den Marktführern unter den E-MTB-Anbietern zählen darf, setzen künftig auf den neuen Antrieb, der von Bosch mit seinem höheren Drehmoment, 500-Wh-Akku und einigen anderen technischen Features speziell für den Einsatz an sportlichen Fahrradmodellen konzipiert wurde.

Brose: neue Möglichkeiten für E-Mountainbike-Hersteller

Während Haibike den Elektroantrieb gut integriert, sonst aber bei seinen Xduros aus deren Eigenschaft als E-Bike kein Geheimnis macht, muss man bei Rotwild schon genau hinsehen, um das neue Modell R.X+ FS als Elektrorad zu erkennen.

Das E-Mountainbike der hessischen Bikeschmiede setzt auf den noch neuen E-Motor von Automotive-Ausrüster Brose, der mit seinen kompakten Abmessungen fast vollständig vom Kettenblatt verdeckt wird. Dazu kommt ein individuell für Rotwild entwickelter Akku, der trotz seiner großen Kapazität von 500 Wh vollständig im Unterrohr verschwindet.

Auch Specialized bringt mit dem Specialized Turbo Levo FSR 2016 sein erstes E-Mountainbike mit einem vollintegrierten Ansatz auf den Markt.

Fotostrecke: E-MTB Rotwild R.X+ mit Carbon-Alu-Rahmen!

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Rotwild R.x+ E-Mountainbike 2016 Foto: Sebastian Hohlbaum
Rotwild R.x+ E-Mountainbike 2016 Foto: Sebastian Hohlbaum
Rotwild R.x+ E-Mountainbike 2016 Foto: Sebastian Hohlbaum

Plus-Size: auch bei E-Mountainbikes kommen die dicken Reifen

Doch nicht nur die Antriebsintegration zeugt bei Rotwild, Specialized & Co. von einem hohen Innovationsgrad: Grundlage für das E-Mountainbike ist eine neue Rahmengeneration von Rotwild, die sich sowohl mit 27.5-Laufrädern als auch mit dem neuen Format 27+ bestücken lässt. 27+ steht für eine neue Reifenbreite, die mit drei Zoll eine Brücke schlägt zwischen herkömmlichen Mountainbike-Reifen und dem überbreiten Fatbike-Format.

Hier erfahren Sie auf E-MountainBIKE alles wichtige zu dem neuen Laufrad-Standard.

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04.08.2015
Autor: PM Messe Friedrichshafen / E-MountainBIKE
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