E-Mountainbike: die wichtigsten Ausstattungsdetails

Bremse, Schaltung, Reifen & Co.: Worauf muss ich bei einem E-Mountainbike achten?

Foto: Bergamont
Worauf gilt es bei E-MTBs besonders zu achten? Von Geometrie bis zur Bremsen- und Laufradwahl, hier sind die wichtigsten Punkte aufgeführt.

Sattelstütze

Wie an herkömmlichen Bikes hat sich auch an E-MTBs der Einsatz einer Vario-Sattelstütze bewährt. Diese ermöglicht es dem Fahrer während der Fahrt (meist vom Lenker aus), den Sattel abzusenken. Das sorgt bergab oder auf Trails für mehr Bewegungsfreiheit und somit für mehr Sicherheit. Ein Verstellbereich von ungefähr 125 mm ist optimal.

Bremse

Da E-MTBs mit über 20 Kilo schwer ausfallen, sollten Sie unbedingt auf bissige, standfeste Bremsen setzen. Standfest bedeutet, dass die Bremse in langen Abfahrten nicht überhitzt und dadurch Bremsleistung verliert. Damit eine möglichst hohe Standfestigkeit erreicht wird, sollten Sie Scheibendurchmesser von 180 oder besser noch 200 mm Durchmesser wählen. Vierkolbenbremsen, wie zum Beispiel Maguras MT5 und MT7, haben sich als sehr zuverlässige E-MTB-Bremsen erwiesen.

Reifen

Überwiegend werden Standard-MTB-Reifen verbaut. Diese bieten einen guten Rollwiderstand und schonen somit den Akku. Die Reifenwahl sollte aber auch auf das Terrain abgestimmt werden. Wenn Sie etwa viel im Geröll und Fels biken, sollten Sie einen pannensicheren Reifen aufziehen. In tiefem Matsch sind grobstollige Reifen sinnvoll.

Display

Die meisten E-MTBs kommen mit Display. Ob Multifunktions-Navi (Bosch Nyon) oder kleines Infoscreen (Brose), ist Geschmackssache. Schalten Sie das Display vor dem Kauf kurz an, und überprüfen Sie, ob Ihnen die Reichweitendarstellung zusagt.

Übersetzung

Nur Motoren von Yamaha und Brose ermöglichen E-Bikes mit Zweifach-Kettenblatt vorne. Bei allen anderen ist die Anzahl der Gänge begrenzt. Bei Einfach-Kettenblatt-Schaltungen ist ein 11-fach-Ritzel am Heck sinnvoll. Hier bieten Sram und Shimano gute Bandbreiten an. Wer noch leichtere Gänge braucht, weil die Hometrails sehr steil sind, sollte auf ein möglichst kleines Kettenblatt an der Front achten.

Geometrie

Faktoren wie Lenkwinkel, Sitzwinkel und Hinterbaulänge haben großen Einfluss darauf, ob ein Bike entweder zur wendigen und vielleicht unruhigen oder zur eher trägen, aber dafür stabilen Sorte gehört. Der Lenkwinkel beeinflusst z. B. die Agilität bzw. Fahrstabilität, die Kettenstrebenlänge das Kurven- und Kletterverhalten. Sie sollten diese Situationen möglichst bei der Probefahrt durchspielen.

Rahmengröße

Achten Sie beim Kauf unbedingt darauf! Ein entscheidendes Maß ist das des Sitzrohrs. Sie sollten den Sattel so weit herausziehen können, dass Sie, auf dem Rad sitzend, ein Bein bei untenstehendem Pedal voll ausstrecken können. Auch der Abstand von Lenker zu Sattel ist entscheidend. Für Tourer gilt diese Haltung: weder zu aufrecht noch zu gestreckt. Zudem sollte die Front nicht zu tief sein.

Laufradgröße

Auch E-MTBs werden mit 26", 27,5", 29" oder auch mit Plus-Format (siehe Test Seite 14) angeboten. Während 26" jedoch immer seltener wird, erfreut sich 27,5" großer Beliebtheit. Der Kompromiss aus Laufruhe der 29er und Wendigkeit der 26er ist spürbar. Noch besser funktionieren PlusFormate mit breiten Felgen und Reifen, die enormen Grip bringen und somit die Masse bändigen.

13.05.2016
Autor: Chris Pauls
© E-MOUNTAINBIKE
Ausgabe 04/2016